Wie kommt man aus Mobbing raus?

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    • Wie kommt man aus Mobbing raus?

      Ich selbst besuche zur Zeit die 10. Klasse einer Realschule. Meine Noten sind vernünftig, früher waren sie gut (war ja auch viel leichte :) )
      In den vergangenen Jahren musste ich jedoch ein wenig an Mobbing erleiden. Mehrere Jahre, wurde sogar bewusstlos geschlagen, mehrmals. Meine Eltern sind keine Ansprechpartner, die schlagen und drohen auch. Bei den Lehrern war ich die der Lieblingsschüler. Also durfte ich überall leiden. Ich hatte auch keine Freunde. :pinch:

      Das war aber einmal. Jetzt ist alles gut. Ich habe Freunde, bin sehr sportlich und fühle mich recht wohl.

      Die Frage ist nun aber, wie kommt man aus so einer Mobbing-Phase raus, wenn man keine Ansprechperson hat? Ich habe es geschafft. Ich war ja selber in einer solchen Situation.
      Ich weiß nur nicht, wie ich es geschafft habe. Ich habe halt so getan, als fände ich es Lustig und habe eine gute Freundin gefunden, wo ein Typ der mich mobbt auf sie stand (es entstand nix daraus^^). Der war der größte von denen quasi und hat dann lieber etwas weniger gemacht und es ließ nach.
      Ob das bei mir nun der Grund war, oder ob auch die Reife (9.Klasse gegen Ende, einige sind da schon 16) auch eine Rolle spielt - keine Ahnung.

      Wie kamt ihr aus einer solchen Situation raus?
      -> Mobbing in der Schule (-> inkl. Gewalt, die Spuren hinterlässt, so war es bei mir jdnfalls)
      -> Mobbing zu Hause
      -> Mobbing in der Freizeit (Fußball etc. -> da bin ich nun Erfolgreich!)
      -> Keine Ansprechperson
    • Meinen Glückwunsch, auch wenn es komisch klingt für so eine Sache beglückwünscht zu werden.

      Les mal am besten diesen Thread hier durch: Mobbing in der Schule?

      Dort wird viel über Mobbing erzählt und auch die Definition erläutert. Schwierig ist für viele die Grenzen zu setzen, ab wann Mobbing beginnt bzw. bis wohin es noch Spaß ist.
      Viele gemobbte sehen es selbst noch als Spaß an, für andere ist es aber Mobbing. Ganz einfach weil sie der Tatsache nicht ins Auge schauen möchten.

      In deinem Fall ist es eindeutig. Wieso hattest du keine weiteren Schritte ergriffen? Ich meine bewusstlos schlagen lassen ohne Anzeige zu erstatten? Du kanntest die Täter bestimmt und hättest Chancen auf Schadensersatz, eine ihrige Strafe bekommen. Oder hattest du zu viel Angst, dass noch mehr Rache folgen würde?
      Durchaus eine interessante Frage.

      Mit freundlichen Grüßen
      Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.
    • Schakon schrieb:

      Meinen Glückwunsch, auch wenn es komisch klingt für so eine Sache beglückwünscht zu werden.

      Les mal am besten diesen Thread hier durch: Mobbing in der Schule?

      Dort wird viel über Mobbing erzählt und auch die Definition erläutert. Schwierig ist für viele die Grenzen zu setzen, ab wann Mobbing beginnt bzw. bis wohin es noch Spaß ist.
      Viele gemobbte sehen es selbst noch als Spaß an, für andere ist es aber Mobbing. Ganz einfach weil sie der Tatsache nicht ins Auge schauen möchten.

      In deinem Fall ist es eindeutig. Wieso hattest du keine weiteren Schritte ergriffen? Ich meine bewusstlos schlagen lassen ohne Anzeige zu erstatten? Du kanntest die Täter bestimmt und hättest Chancen auf Schadensersatz, eine ihrige Strafe bekommen. Oder hattest du zu viel Angst, dass noch mehr Rache folgen würde?
      Durchaus eine interessante Frage.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ich war klein und ein leichtes Ziel für andere. Ich war einfach Wehrlos und die meisten wussten über "mich" Bescheid.
      Ich habe mich teilweise nicht getraut, aber auch beim Schulleiter vor nem Tadel beschützt (wieso?`wüsste ich auch gerne :D )
    • Hallo sAyasuso, erst einmal mein Beileid zu deiner Vergangenheit.

      Ich selber war selbst früher eins dieser Arschlöcher, ich meinte dass ich zu meinen ,,Freunden´´ halten muss und dementsprechend ein Mitläufer sein muss. Allerdings habe ich mir nach einer gewissen Zeit einfach mal die Frage gestellt > Warum mache ich das ? Nun ja, festgestellt habe ich dass ich andere nicht gemobbt habe weil ich ein Mitläufer war sondern weil ich Angst hatte selbst gemobbt zu werden. Das ganze hat einen ganz einfachen Psychologischen Aspekt. Mobbst du Leute, läufst du selber vor etwas weg.

      Sollte dir die Situation nochmal in die Hände fallen, laufe nicht weinend weg. Das wäre der größte Fehler, nutze die Schwachstellen deiner ,,Feinde´´* um dich selber zu Retten. Wie oben beschrieben, jeder der so etwas tut, läuft vor etwas weg. Finde heraus vor was und konfrontiere deinen gegenüber mit den herausgefundenen Informationen. Lasse jedoch nicht locker. Er wird sich alleine mit dir Unterhalten wollen um dich zu bitten dies zu unterlassen und > super. Du hast dein Ziel erreich! :D


      * = Du hast keine Feinde, versuche niemals einen Menschen als Feind zu betrachten damit fällst du ganz schnell auf die Schnauze. Jeder Mensch hat seine Persönlichkeit ob nun > Weise, Pervers oder Witzig. Die Person die wir sind macht uns aus.

      Mit freundlichen Grüßen
      - Can W. aka Taasty!
    • sAyasuso schrieb:

      Ich selbst besuche zur Zeit die 10. Klasse einer Realschule. Meine Noten sind vernünftig, früher waren sie gut (war ja auch viel leichte :) )
      In den vergangenen Jahren musste ich jedoch ein wenig an Mobbing erleiden. Mehrere Jahre, wurde sogar bewusstlos geschlagen, mehrmals. Meine Eltern sind keine Ansprechpartner, die schlagen und drohen auch. Bei den Lehrern war ich die der Lieblingsschüler. Also durfte ich überall leiden. Ich hatte auch keine Freunde. :pinch:

      Das war aber einmal. Jetzt ist alles gut. Ich habe Freunde, bin sehr sportlich und fühle mich recht wohl.

      Die Frage ist nun aber, wie kommt man aus so einer Mobbing-Phase raus, wenn man keine Ansprechperson hat? Ich habe es geschafft. Ich war ja selber in einer solchen Situation.
      Ich weiß nur nicht, wie ich es geschafft habe. Ich habe halt so getan, als fände ich es Lustig und habe eine gute Freundin gefunden, wo ein Typ der mich mobbt auf sie stand (es entstand nix daraus^^). Der war der größte von denen quasi und hat dann lieber etwas weniger gemacht und es ließ nach.
      Ob das bei mir nun der Grund war, oder ob auch die Reife (9.Klasse gegen Ende, einige sind da schon 16) auch eine Rolle spielt - keine Ahnung.

      Wie kamt ihr aus einer solchen Situation raus?
      -> Mobbing in der Schule (-> inkl. Gewalt, die Spuren hinterlässt, so war es bei mir jdnfalls)
      -> Mobbing zu Hause
      -> Mobbing in der Freizeit (Fußball etc. -> da bin ich nun Erfolgreich!)
      -> Keine Ansprechperson
      Hey sAyasuso,

      bei mir ist es so das ich von der ersten Klasse an runtergemacht werde. Dies hat bis vor kurzem (und hoffentlich auch länger) aufgehört. Ich hab mich anfang dieses Jahres meinem Hausarzt anvertraut und er hat alles in die wege geleitet. So war das dass ich auf eine Kur gegangen bin und in eine Klinik. Somit war ich 10 Monate lang in Therapie (bis heute noch). Nach diesen Monaten habe ich mich nicht mehr getraut zur Schule zugehen, bis ich beim Jugendamt unterstützung bekommen habe. Die helfen mir jetzt wieder an die schule dran zu gewöhnen, somit hatte ich Stunden (alleine) Unterricht. Nun bin ich seit Montag im Klassenverband und 5 Stunden, ab montag gehe ich jetzt 8 Stunden in den Unterricht. Hoffentlich wirds besser. Wenn ich jemanden vertrauen kann, dann meinem Hausarzt...
    • Allgemein gilt: Nichts gefallen lassen, von Anfang an. Es wird immer getestet wie weit man gehen kann und wenn man sich alles gefallen lässt, wird man automatisch zu einem "Opfer" (Mobbing-Opfer). Angefangen mit dem Schlag auf die Schulter oder einen abwertenden Kommentar aus "Spaß", besonders gerne bei den Jungs.
      Sowas immer gleich zurück geben - nach ein paar Mal macht das dann gleich Klick bei denen und sie wissen bewusst oder unbewusst das sie das mit dir nicht machen können und du dir nichts gefallen lässt.

      Ich bin so immer gut gefahren. Respekt muss man sich auch verdienen, finde ich.



      Fernando_Sucre schrieb:

      aber ich denke das es mit den Jahren in denen man älter wird immer weiter nachlässt, den das "Mobben" ist ja dann nicht mehr "in" und kindisch.
      Naja. Das muss nicht immer der Fall sein. Ich weiß noch das bei mir vor 2 Jahren auf dem Berufskolleg auch noch ein bisschen die Grenzen ausgetestet wurden.
      Und in der Berufswelt muss man sich auch den ein oder anderen Kollegen vor nehmen. :saint:
      Would I rather be feared or loved?
      Easy, both.
      I want people to be afraid of how much they love me.
      -Michael Scott
    • Obi Wan Korean schrieb:

      Fernando_Sucre schrieb:

      Fernando_Sucre schrieb:

      aber ich denke das es mit den Jahren in denen man älter wird immer weiter nachlässt, den das "Mobben" ist ja dann nicht mehr "in" und kindisch.
      Naja. Das muss nicht immer der Fall sein. Ich weiß noch das bei mir vor 2 Jahren auf dem Berufskolleg auch noch ein bisschen die Grenzen ausgetestet wurden.Und in der Berufswelt muss man sich auch den ein oder anderen Kollegen vor nehmen. :saint:
      Da stimme ich weitgehend zu, ich spreche nur aus meinen eigenen Erfahrungen und aus denen die meine Mitschüler/Freunde gemacht haben.
      Zum Beispiel hatte ich in der Realschule einen Mitschüler der immer gemobbt wurde und kaum war er aus der Schule raus und vorallem aus der Klasse konnte er sich entfalten wie er es möchte :)
    • Aus einer Mobbing-Phase kommt man nicht "einfach so" raus. Du hast etwas getan, damit alles aufgehört hat. Aber es ist viel wichtiger eine Ansprechperson zu haben, um es auch unterbewusst zu verarbeiten. Dazu gibt es vom Jobcenter und vielen Hilfsorganisation Infomaterial und Beratungsgespräche. Vor Ort kann man sich auch im Jugendzentrum hilfe holen. Dort sind meisten studierte Sozialpädagogen.
    • Das klingt jetzt überheblich, aber doch, ich habe keine Probleme mehr damit, der Beratungslehrer der Schule kann auch helfen, man braucht nicht unbedingt jemanden, den man überhaupt nicht kennt. Klar, das trifft garantiert nicht nicht auf jeden zu, allerdings war das bei mir so. Ich weiß zwar nicht, warum das so ist, aber ich bin damit zufrieden.
    • Mein Post von damals in einem anderem Thema

      Azure schrieb:

      Man muss ja auch aber mal ganz ehrlich sagen, die erste Frage, die sich jeder Mensch erstmal stellen sollte ist folgende "Ab wann beginnt Mobbing für mich?".
      Für manche fängt es da an, dass man sie "nur" beleidigt als fett, für manche dort, wenn persönliche Angriffe dauerhaft führt, wenn man regelmäßig Schläge bekommt und viele weitere Vorstellungen.
      - Ich für meinen Teil muss sagen, für mich beginnt Mobbing ab diesem Moment, wo sich das "Opfer" nicht nur in diesem Moment verletzt fühlt, sondern diese Worte mitnimmt und diese verarbeitet und nachdenklich darüber wird und an sich selbst zweifelt.

      In meiner Schulzeit, als ich das Gymnasium besucht hatte, wurde ich tagtäglich gemobbt aufgrund meiner Behinderung (Gehörlosigkeit, Cochlear Implantat - Träger).
      Es waren keine Beleidigungen, die einfach so über meinen Aussehen her geworfen wurde, sondern tatsächlich Anschuldigungen und Verurteilungen auf übelster Weise.
      Man fragte, was ich auf dieser Schule mit einer Gehörlosigkeit zu suchen habe, machte sich darüber lustig, beleidigte mich während ich im Sport Unterricht gehörlos war (ich ziehe diese CI's immer beim Schlafen und beim Sport aus, da diese nicht Wasserfest sind). Es gab viele Dinge, die mich wirklich psychisch belastet haben, sodass ich es trotz dass ich Zuhause war, es beispielsweise Wochenende oder Ferien war und ich mir trotzdem noch immer Gedanken über mich selbst gemacht hatte. Es kam so weit, dass ich mich selbst für meine Gehörlosigkeit hasste und ich mich teilweise dafür schämte. - Dies lief ein halbes Jahr so, ich habe großen Respekt vor Menschen, die jahrelang gemobbt wurden.

      All dies hatte sich nach einem Schulwechsel (ich ging endlich in die Realschule) aus Lustlosigkeit am Gymnasium verändert, glücklicherweise sah ich einen Ausweg und begann mich selbst zu beachten, mein Selbstbewusstsein aufzubauen, indem ich ins Fitness Studio ging, auf mein Aussehen achte und mehr. Viele Menschen finden keinen Ausweg, wenn sie jahrelang gemobbt wurden. Und das ist auch gut nachzuvollziehen, dennoch traurig. Warum ist das so? - Hört man sich 5 Tage die Woche stundenlang an, wie beschissen man doch ist und dies jahrelang, ist es kein Wunder. - Diese Menschen, die andere mobben, würden diese Belastung wahrscheinlich nicht einmal 2 Wochen aushalten. - Menschen, die andere Menschen verurteilen aufgrund ihres Aussehens, Religion, Herkunft o.Ä. beweisen eine Schwäche, denn sie wollen zeigen, dass sie mehr Wert sind als der Gegenüber. Sie wollen nicht aus den Augen verloren werden und es ist eine Art Aufmerksamkeitsstörung (meiner Meinung nach), denn kein Mensch mobbt einen anderen einfach aus reiner Lust.

      Mobbing ist ein Ding, was uns jederzeit auch außerhalb der Schulzeit verfolgen kann, es ist etwas, was leider Gottes zu der Welt dazu gehört, denn es gibt immer Menschen, die sich so aufführen, als wären sie die Größten.
      Cybermobbing ist nun eine weitere gefährliche Art von Mobbing, denn durch das Anonym sein trauen sich 99,9% (natürlich nur geratene Zahl) der Menschen viel mehr zu sagen, Menschen zu beleidigen (extremer als im echten Leben), Menschen bloß darstellen zu wollen oder Ihnen sogar den Tod zu wünschen. Man wünscht andere den Tod und beleidigt Menschen, die vielleicht sogar sehr selbstbewusst sind. Viele der Menschen würden sich nicht trauen im realen Leben einen Menschen so zu beleidigen, wie sie es im Internet machen. - Was sehr beliebt ist, dass Kerle anscheinend der Meinung sind, jegliche anvertraute Nacktbilder weiterzusenden (kann natürlich auch andersherum sein). Keinem ist bewusst, wie unglaublich kaputt man einen Menschen und sein Leben im Internet machen kann. Denn was einmal im Netz ist, ist sehr schwer rückgängig zu machen. Nahezu unmöglich.

      Es hat nichts mit dem Alter zutun, natürlich wächst die geistige Reife, heißt dennoch aber nicht, dass es im Erwachsenen Leben kein Mobbing gibt.
      Denn das ist eine absolute Lüge. Es gibt im Erwachsenen Leben auch häufig Mobbingfälle, vorallem unter Frauen, die gerne ihr gutes Aussehen zum Ausdruck kommen lassen wollen und sich gerne präsentieren wollen.

      Als ich meine Schule vor einem Jahr verließ gab es immer noch Mobbingfälle wie früher auch. Auch meine alten Klassenkameraden, bzw. einige davon, werden an ihrer neuen Schule heute sehr extrem gemobbt, sodass sie sogar schon Suizidgefährdet sind und mit dem Ritzen begonnen haben.

      Außerdem muss man auch berichten, da kann ich in meiner Realschulzeit (die Zeit, an der ich sehr viel Selbstbewusstsein aufgebaut habe und mein Beliebtheit hoch war) noch gut sagen, dass Menschen oftmals heimlich gemobbt werden und sich nicht trauen und niemals auf den Gedanken kommen würden, diese Mobber zu verpetzen, einfach aus Angst vor vielem. Noch mehr gemobbt / geschlagen zu werden o.Ä. Man kann als Opfer im Mobbingfall sich das Ganze wie ein Labyrinth oder ein Glücksspiel vorstellen. Entweder du triffst richtig, riskierst etwas und hast gewonnen, oder du verlierst. So ist es auch beim Mobbing.

      Gegen Mobbing kann man letztendlich nichts tun. Es liegt in der Natur der Menschheit, dass man Menschen unter sich stellen will, die als Witzfigur da stehen oder gemobbt werden.

      - Hoffentlich konnte ich dir bei deinem Referat ein wenig helfen mit meiner eigenen Erfahrung und Meinung. Wünsche dir viel Glück!

      Moral von der Geschichte: Man sollte anfangen, sich selbst zu mögen, viel Selbstbewusstsein ausstrahlen und an sich selbst arbeiten.
      Und vor allem: Mobbing keine Aufmerksamkeit schenken, denn dann vergeht denen der Spaß, weil sie eine Reaktion erwarten.