Beiträge von DavidH

    Hallo zusammen.


    Ich hatte letztens ein sehr spannendes Gespräch über das Thema und mich würden die verschiedenen Meinungen von euch darüber interessieren. Die Liebe (Partnerschaftlich bezogen / nicht auf Familie, Materiell, etc.)



    Existiert für euch so etwas wie Liebe? Was hat die Liebe in eurem Leben für einen Stand?


    Ich beobachte viel (vor allem die jüngere Generation), dass man sich schnell eine Liebe gesteht, dies jedoch nicht von langer Dauer ist. Ich frage mich daher, was ist bei diesen Personen die Definition dahinter?


    Ich freue mich auf eine offene Diskussion :)

    Nun, was ist genau deine Frage an uns?


    Wenn du keine interessanten Studiengebiete findest, schau dir doch mal Berufsausbildungen an. Meiner Meinung nach muss man in seinem Leben nicht unbedingt studiert haben - deinem Text nach geht es dir sowieso nicht ums Geld.


    Wenn du trotzdem studieren möchtest, probiere doch zuerst verschiedene Richtungen mit einem Praktikum aus. Schnuppere in die Berufe hinein, in welche du nach einem bestimmten Studium einsteigen könntest. Meist muss man erst etwas ausprobieren, bevor es einem gefällt.


    Zusätzlich bedenke, dass du später in diesen "Typischen Studienfächern" dich spezialisieren kannst.

    In der Medizin kannst du in die Zahnmedizin, Chirurgie, Allg. Innere, Anästhesie (+Notfallrettung), Psychiatrie, etc., in Jura kannst du div. Berufe im Gericht ausüben, oder in einer Kanzlei, usw.

    Die Menge ist immer vom Typ abhängig. 2 Brote pro Tag werden dich wohl kaum belasten.

    Es gibt eine Ernährungspyramide, diese gibt Empfehlungen, wie man sich ausgewogen ernähren kann.


    Unter diesem Link findest du eine interaktive Pyramide, wo du dir mehr Infos beschaffen kannst.

    In diesem Thema probiere ich euch, den klassischen Herzinfarkt (Klinisch Myokardinfarkt) etwas näher zu bringen. Ich zeige euch die Grundlagen der Anatomie/Physiologie des Herzens auf, zudem erkläre ich wie der Infarkt entsteht, erste Hilfe Massnahmen und das weitere Verfahren in einer Klinik.


    Wer kennt es nicht, sei es von einem Film oder einer Serie im TV. Die starken Brustschmerzen, die Atemnot, meist fällt der Patient dann in die Reanimation und es wird dann von irgendwelchen Leuten die Brust leicht gestreichelt (TV kann man nicht ernst nehmen, grins.)


    CAVE: Für die einfache Verständigung werden die Fachwörter/Lateinischen Wörter, sowie tiefgreifende Erklärungen kursiert geschrieben (Für interessierte Personen).


    Anatomie / Physiologie


    Das Herz ist der Motor des menschlichen Körpers. Ohne dies würden wir jetzt alle nicht hier stehen. Es liegt hinter dem Brustkorb & zwischen den beiden Lungenflügeln (im Mediastinum) ca. 2/3 in der linken Hälfte, und etwa. 1/3 auf der rechten Seite.


    Die obere Hohlvene (V. cava superior) bringt sauerstoffarmes (deoxygeniertes) Blut vom Körper zurück ins Herz. Durch die Pulmonalarterie (A. pulmonalis) wird dies wieder zur Lunge zurückgeführt. Dort wird dies dann mit Sauerstoff angereichert (oxygeniert) und durch die Lungenvene (V. pulmonalis) zurück ins Herz geführt. Schlussendlich wird das sauerstoffreiche Blut dann durch die Aorta wieder zurück in den Körperkreislauf gepumpt.


    Das Herz kann man einfach-halber in 4 Bereiche aufteilen. Man zeichnet ein Viereck mit 4 Quadranten. (Achtung nun alles anatomisch betrachten - von sich selbst aus)


    Linker Vorhof (Atrium sinister) Rechter Vorhof (Atrium dextrum)
    Linke Kammer (Ventriculus sinister) Rechte Kammer (Ventriculus dexter)


    All diese 4 Bereiche sind durch Klappen oder das Septum getrennt.

    Die Vorhöfe dienen dazu, das Blut in die Kammern weiterzuleiten, das Septum trennt dabei die Vorhöfe, damit arterielles & venöses Blut sich nicht mischt.

    Die Herzklappen sind dazu da, dass das Blut in der richtigen Reihenfolge fliesst und nicht zurücklaufen kann.


    Das Herz ist ummantelt vom Myokard, dies ist der Herzmuskel. Wie jeder andere Muskel muss auch dieser mit Blut und seinen damit verbundenen Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Dies erfolgt über die Herzkranzgefässe.


    Der Myokardinfarkt


    Meist entsteht ein Infarkt durch begünstigste Risikofaktoren.

    Dazu gehört die Arteriosklerose (Gefässverkalkung) das Rauchen (Verkalkt die Gefässe), Übergewicht (Gefässe werden starr und Plaques (Ablagerungen) bilden sich an den Gefässwänden + diverse mehr.


    Ich probiere euch nun den Ablauf anhand eines Fallbeispieles zu erklären.

    Nehmen wir nun an wir haben einen 65-Jährigen Mann, raucht seit ca. 20 Jahren 1 Packung täglich. Zusätzlich geht der Herr gerne schmackhaft essen, am liebsten amerikanisch, dass es auch schön fettig ist und satt macht. Mit den Jahren hat er nun auch ein paar Pfund zugenommen, die körperliche Aktivität ist nicht mehr wie in den jungen Jahren. Der Herr ist nun unser typischer Lehrbuch Fall. Eines Morgens ist es nun soweit.

    In einem der Herzkranzgefässe hat sich durch das fettige Essen so viel Plaque gebildet das nun kein Blut mehr durch dieses Gefäss fliessen kann, es besteht ein Totalverschluss. Ein Teil des Herzens kann nun also nicht mehr mit Blut, Sauerstoff und seinen Nährstoffen versorgt werden. Die ersten Herzmuskelzellen sterben nun bereits ab und es kommt zu einem Funktionsverlust des Herzmuskels.


    Es folgen die Symptome.

    Je nachdem welches Herzkranzgefäss betroffen ist, so ist auch die Symptomatik unterschiedlich.

    Das Herz bemerkt nun, dass ein Teil unterversorgt ist und erhöht die Schlagfrequenz um zu probieren den Teil erneut zu versorgen - das Herzrasen. Es entstehen starke Schmerzen, meist in der Brust oder Oberbauchregion, welche teilweise ausstrahlen. Da das Herz nun den Körper nicht mehr vollständig mit sauerstoffreichem Blut versorgen kann entsteht zusätzlich eine Atemnot. Es entsteht eine Stresssituation, man merkt es stimmt etwas nicht - man hat Angst. Der Körper ist in einer Ausnahmesituation, man fängt an zu schwitzen.


    Die Erste-Hilfe-Massnahmen


    Die Ehefrau von unserem besagten Herr merkt sofort das etwas nicht stimmt.

    Die allererste Massnahme ist den Notruf abzusetzen. Hier wird medizinische Hilfe benötigt. Selbst ins Krankenhaus zu fahren ist keine gute Idee, denn meist ist der Rettungsdienst schneller und kann bereits vor Ort erste wichtige Massnahmen treffen.

    Nun sollte eine für den Patienten möglichst angenehme Position stattfinden (Meist ist dies Oberkörper hoch, da in dieser Position die Lungen besser belüftet werden). Beengende Kleidung wird geöffnet, der Patient wird so gut wie möglich beruhigt und beim Atmen psychologisch unterstützt.


    Klinik


    In der Klinik, bzw. idealerweise bereits vom Rettungsdienst werden nun diverse Untersuchungen durchgeführt sowie Medikamente abgegeben.


    Es wird eine kurze Anamnese durchgeführt, hat der Patient bestimmte Risikofaktoren, ist der Patient prädestiniert für einen Infarkt? Bereits einen Infarkt gehabt? Vorerkrankungen?

    Eine wichtige präklinische Massnahme ist das durchführen eines EKG. Dabei wird über mehrere Elektroden welche am Körper angebracht werden die Herztätigkeit ausgewertet. In diesem können spezifische Veränderungen festgestellt werden und der Infarkt in ein Stadium eingeteilt werden.

    In der Klinik wird eine Blutuntersuchung durchgeführt, man bestimmt die Herzenzyme, in welchen man eine Schädigung der Herzmuskelzellen bestimmen kann. Da die nekrotischen (abgestorbene) Herzmuskelzellen Substanzen ins Blut freisetzen, welche normalerweise nur innerhalb der Zellen vorkommen sollten, kann man sich dort wichtige Information holen.


    Bei positiven Anzeichen auf einen Infarkt wird der Patient engmaschig anhand den Vitalzeichen überwacht (Es besteht eine akute Herzstillstand-Gefahr). Es erfolgt eine Sauerstoffgabe um zu probieren den Sauerstoffmangel etwas zu kompensieren.

    Zusätzlich erfolgt die Gabe eines Opioid-haltigen Schmerzmedikamentes, bevorzugt bei einem Infarkt wird das Morphin, da dies auch eine angstlösende Wirkung zeigt.

    Das Nitroglyzerin entlastet das Herz und senkt den Sauerstoffbedarf des Muskels.

    Nun kommen noch gerinnungshemmende (Blutverdünnende) Medikamente dazu um ein Gerinsel zu vermeiden.


    Ist der Patient in einem bestimmten Zeitlimit in der Klinik angelangt wird schnellstmöglich eine perkutane transluminale Koronarangioplastie durchgeführt. Dabei wird ein Katheter in den Körper eingeführt und man führt diesen bis zu den Herzkranzgefässen vor. Dort sucht man das verschlossene Gefäss und führt eine Ballondilatation durch (Dabei wird das verschlossene Gefäss mit einer Flüssigkeit aufgefüllt und gedehnt.) Nun kann man einen Stent implantieren (Könnt ihr euch vorstellen wie einen Gartenzaun in Mini-Version), damit das Gefäss offen bleibt.


    Je nach Situation gibt es noch andere Behandlungsmethoden welche durchgeführt werden.


    Im Nachhinein merke ich, es ist nicht wirklich sehr tief geschrieben - über das Thema könnte man jedoch auch ein ganzes Buch schreiben, von dem her hier eine kleine Übersicht. Ich stelle mich jedoch sehr gerne bereit, wenn jemand gerne in einem Bereich etwas tiefer gehen möchte weiter darüber zu schreiben. Dafür bitte einfach unten einen Kommentar dazu schreiben.


    Rechtschreibefehler / Kommafehler dürfen behalten werden - ich hab nie Linguistik studiert ;-)

    // Es wird nicht am Gewinnspiel (Weihnachten 2018) teilgenommen, dies bleibt für normale Nutzer offen.

    Schon wieder ein Jahr vorbei, die Zeit verfliegt.


    2018 war ein recht intensives Jahr für mich, mit vielen Up's und Down's.


    Einerseits konnte ich im Rahmen meines Studium die ersten klinischen Erfahrungen sammeln (Ich darf mich nun stolz "Unterassistenzarzt" nennen, grins.).

    Zudem gab es für mich eine neue Wohnung in der Stadt, alles war etwas stressig und diese ist immer noch nicht ganz fertig eingerichtet. Dies ist sicherlich auch ein Projekt fürs nächste Jahr.


    Ich wünsche allen besinnliche Feiertage und alles gute und viel Kraft für das nächste Jahr ;-)

    Ich mag Weihnachten extrem, die Musik, das Essen, die Stimmung... Jedoch jedes mal die Geschichte mit den Geschenken find ich etwas anstrengend.

    Habe während des Studiums öfters gehört, dass die Medizinstudis zum Teil dopen, was das Zeug hält, weil das Studium nicht ohne ist.
    Was unter dem "dopen" zu verstehen ist, überlasse ich jedem selbst.

    Quatsch.
    Klar gibt es welche, - Einzelfälle.
    Man kommt aber auch gut durch ohne irgendwelche Substanzen, solange man sich anstrengt.

    Den Kuchen würde ich gerne abnehmen. :D


    Bei mir geht es morgen gleich nach der Arbeit auf nach Italien, leider Ferienbeginn.
    Zwar werde ich mir noch schnell in der Mittagspause Videomaut kaufen, aber denke der Stau bleibt trotzdem nicht aus. Mal sehen.

    Achtung Schweizer Bussen sind schweine teuer - ich sprech aus Erfahrung :P