Erörterung Facebook

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    • Erörterung Facebook

      Auf Empfehlung von Schakon aus einem anderen Forum kopiert, in der Hoffnung hier Hilfe zu finden. ^^
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      Hallo Leute!

      Ich bin neu hier, habe mich angemeldet da ich mein Abitur seit einigen Monaten per Fernstudium zu Hause mache, und jetzt bei Deutsch ein paar Probleme habe. Es geht um eine Erörterung über das Thema Facebook.
      Die Fragestellung lautet:

      "Über 900 Millionen Menschen nutzen Facebook und messen diesem sozialen Netzwerk eine große Bedeutung für ihr Leben bei.
      Erörtern Sie kritisch die Bedeutung von Facebook für die Nutzer und zeigen Sie die Grenzen auf."

      Ich habe die Aufgabe bearbeitet, allerdings ohne Benotung zurück bekommen, d.h. es wäre schlechter als eine 4- und ich kriege eine zweite Chance.

      Hier erst mal mein alter Aufsatz:


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      Erörterung Facebook

      "Facebook" ist mit über einer Milliarden Nutzern (Stand 05.11.2015) das bekannteste, und beliebteste soziale Netzwerk im Internet. Mit einem Marktwert von circa 240 Milliarden US-Dollar ist Facebook eines der erfolgreichsten Unternehmen weltweit und überholte kürzlich, nach Aufkauf des Nachrichtendiensts 'WhatsApp' sogar den amerikanischen Supermarkt-Giganten "Walmart".
      Grade unter den jungen Leuten ist Facebook sehr beliebt, eine dortige Anmeldung beinahe obligatorisch. Wir wollen hiermit die Nutzung von Facebook einmal kritisch beleuchten. Was bedeutet Facebook seinen Nutzern? Wo liegen die Grenzen?

      Soziale Netzwerke sind so beliebt wie nie. Ob nun Twitter, Instagram, Facebook oder Tumblr, es steht dem Menschen von Heute eine große Auswahl zur Verfügung. Jede dieser Seiten legt ihren Schwerpunkt auf eine andere Sache. So kann man bei Instagram zum Beispiel nur Bilder posten, bei Twitter nur Nachrichten mit höchstens 140 Zeichen. Facebook und Tumblr verbinden Vorteile von beiden Seiten, und erlauben Posts jeglicher Art.

      Facebook wird genutzt, um mit seinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Es ist möglich, Bilder von sich selbst und von seinen Erlebnissen hochzuladen, und man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit seine Meinung loswerden, die dann für alle Facebook-Freunde sichtbar wird. Diese können dann deine Beiträge kommentieren, oder 'Iiken', um auszudrücken, dass ihnen der Beitrag oder das Foto gefällt.

      Facebook soll die Menschen verbinden und Kontaktaufnahmen vereinfachen. So kann man zum Beispiel mit nur einem Post all seine Freunde wissen lassen, wo man grade ist, ohne es jedem einzeln schreiben zu müssen. Man kann sich mit nur wenigen Klicks das neueste Musikvideo seiner Lieblingsband ansehen, man wird über anstehende Events informiert, und man kann ganz anonym in den Urlaubsbildern seines Schwarm wühlen.
      Studien belegen außerdem, dass Facebook bildet. Eine Umfrage bei 16 bis 18-Jährigen zeigte, dass sich bei den Nutzern (auch bei Nutzern von anderen sozialen Netzwerken und allgemeiner Nutzung des Internets) bereits früh eine gewisse Medienkompetenz einstellt. Dies reicht vom Erstellen und Bearbeiten von Inhalten bis hin zu Themen wie Web-Design und Seiten-Layout.

      Eine Anmeldung auf Facebook hat somit durchaus viele Vorteile.

      Für viele Menschen ist Facebook aber mittlerweile mehr als nur eine Website, die sie ab und zu besuchen. Für viele ist Facebook bereits ein fester Bestandteil ihres Lebens, viele beginnen und beenden ihren Tag damit, dass sie ihre Facebook-Pinnwand überprüfen oder schnell noch ein 'Gute Nacht!' posten. Was sich zuerst noch harmlos anhört, kann sich über die Zeit zu einer richtigen Sucht entwickeln.

      Besonders die Like-Funktion scheint Suchtpotenzial zu haben, der ständige Kampf um mehr Likes, und damit Anerkennung, ist für viele eine versteckte Suchtfalle. Man wetteifert mit Freunden, wer es schafft, für seine Bilder die meisten 'Daumen hoch' zu erlangen. Auch der ständige Informationszufluss kann eine Sucht hervorrufen. Viele berichten, dass sie es sich mittlerweile nicht mehr vorstellen können, nicht rund um die Uhr Bescheid zu wissen, was bei ihren Freunden grade passiert. Auch die eigenen Erlebnisse zu teilen und sich mit anderen auszutauschen ist ihnen wichtig. Da es Facebook mittlerweile auch für mobile Geräte gibt, sind die Nutzer nicht mehr zu Pausen gezwungen. Die Menschen nutzen es im Bus, in der Schule, bei der Arbeit. Somit hat es eine angehende Sucht natürlich besonders leicht. Sie sind immer online und posten viel, auch dann, wenn es gar nichts interessantes zu sagen gibt. Hauptsache, sie können etwas posten.

      Darunter leidet bei vielen Nutzern auch die reale Kommunikation. Es ist allgemein wichtig, das Internet und im Besonderen soziale Netzwerk nicht als Ersatz, sondern viel mehr als Ergänzung von Freundschaften und persönlicher Kommunikation zu sehen. Im Internet ist jeder anonym. Es ist ganz einfach bei Facebook einen gefälschten Account zu erstellen, mit einem fremden Namen und Profilbild. Dies wird leider oft ausgenutzt, um andere anonym zu beleidigen. Cyber-Mobbing ist mittlerweile ein bekannter Begriff, der nicht zuletzt auch durch Facebook geprägt wurde.

      Auch die Anzahl der Freunde auf Facebook ist für viele wichtig. So kommt es dazu, dass viele nicht nur ihre echten Freunde und Bekannte auf Facebook annehmen, sondern auch fremde Menschen. Oft wird einfach angenommen, dass man die Person von der Schule oder der Arbeit kennt und man nimmt die Freundschaftsanfrage an, ohne groß darüber nachzudenken. Dies kann natürlich gefährlich werden, da man diesen Menschen somit Zugriff auf viele persönliche Daten gibt. Und dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Dinge, wie die eigene Adresse oder Telefonnummer.
      Einbrecher zum Beispiel nutzen Facebook, um auszukundschaften, wann ihre 'Opfer' das Haus verlassen und zum Beispiel in den Urlaub fahren. Auch Betrüger haben leichtes Spiel auf Facebook. Sie geben sich zum Beispiel als weit entfernte Verwandte aus und versuchen Geld zu erschleichen.

      Es wird klar, dass man im Internet, und im speziellen bei Facebook, vorsichtig mit seinen persönlichen Informationen sein sollte. Zu viele persönliche Ding posten ist nicht nur unangenehm für die Kontakte, es kann auch für einen selbst unangenehm werden. So nutzen zum Beispiel immer mehr Chefs Facebook dazu, um Angestellte oder zukünftige Mitarbeiter auszuspionieren. Bilder aus dem Club oder von der letzten wilden Geburtstagsfeier kommen dabei nicht gut an.

      Unwahrscheinlicher, aber nicht zu verachten, sind die Gefahren vor einem Hacker-Angriff. Organisierte Banden knacken systematisch Passwörter, um sich so E-Mail Adressen und im besten Fall somit auch Bankdaten und Zugangsdaten zu PayPal, Ebay oder ähnlichen Seiten zu besorgen. Oft haben sie damit auch Erfolg - viele haben all ihre Daten bei Facebook abgespeichert.

      Persönlich kann ich sagen, dass Facebook mich nicht begeistert. Ich bin dort angemeldet, siehe aber nur ein oder zwei Mal im Monat nach, ob es etwas Neues gibt. Es wird sowieso immer nur das selbe gepostet, Freunde posten Bilder ihres Essens und die Familie postet Urlaubsbilder. Alles beim Alten!
      Mir bietet Facebook nichts, aber anscheinend sehen das sehr viele Menschen ganz anders. Ihnen bietet es sogar genug um eine Sucht zu entwickeln.



      Quellen:
      http://socialmedia-institute.com/ueb...-nutzerzahlen/
      http://www.manager-magazin.de/finanz...a-1040369.html
      http://www.t-online.de/ratgeber/tech...garetten-.html

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      Hier die Antwort meines Fernlehrers (Ausschnitt):

      "Wenn ich Ihren Aufsatz lese, beschreiben Sie aber einzig die Vor- und Nachteile von Facebook und dies nur sehr oberflächlich. Das hat mit dem Thema nur teilweise zu tun. Ich kann in Ihrem Aufsatz die kritische Bedeutung von Facebook kaum, seine Grenzen aber überhaupt nicht erkennen.
      Hier ist aufgrund des Themas eine sachbezogene Erörterung die bessere Lösung, Eine dialektische Erörterung in Form von Vor- und Nachteilen beinhaltet keine kritische Betrachtung der Grenzen von Facebook."


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      Leider kann ich damit nicht so wirklich viel anfangen, ich habe keine Ahnung wie man hier eine vernünftige sachbezogene Erörterung formulieren soll. Kann mir jemand helfen? Ich dachte wirklich dass meine Erörterung gar nicht so schlecht wäre.

      Grüße, Croft
    • Dein Text liest sich wie eine große Liste, es fehlen die Kausalitäten, die Zusammenhänge. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich handelt es sich nicht um einen sauber zusammenhängenden Text, sondern nur um die Verknüpfung von Vor- und Nachteilen. Aufgabe ist es, die Frage zu erörtern und Facebooks Relevanz (Warum nutzt man Facebook?) für den Menschen kritisch zu beleuchten. Dabei ist es wichtig, nicht nur oberflächliche Gründe zu nennen, sondern diese Gründe zu erörtern. Beispiel: Wieso ist die Nutzung von Facebook zur Kommunikation so verlockend? Wieso bei Facebook Freunde haben, wenn es auch im echten Leben klappt?
      An dieser Stelle könnte man zum Beispiel das menschliche Verlangen nach Aufmerksamkeit angeben, schließlich erreicht man bei Facebook viel schneller viele Menschen. Wichtig ist, dass du die Gründe der Attraktivität Facebooks genau betrachtest und erörtert, anstatt sie nur zu nennen. Weitere potenzielle Aspekte: vermeintliche Anonymität, Selbstdarstellung (vorgeben jemand zu sein, der man nicht ist) -> Prestige
      Das gleiche gilt natürlich auch für die Nachteile: Warum ist ein großer Freundeskreis in Facebook problematisch? Was ist überhaupt ein Freund? Gläserner Mensch?

      Der zweite Teil der Aufgabe verlangt das Erörtern der Grenzen Facebooks. An dieser Stelle solltest du aufzeigen, wo alle tollen Facebook Features ihre Grenzen finden und z. B. auf den Zwiespalt von Realität und Internet eingehen. Wie freunschaftlich ist eine Facebookfreundschaft überhaupt? Kann Facebook eine direkte Kommunikation überhaupt ersetzen?

      Am Ende nimmst du selbst Stellung, und zwar möglichst ohne dich in Widersprüche zu verstricken. Dabei kannst du kurz auf deine Erfahrungen eingehen und versucht den vorherigen Text abzurunden und vielleicht sogar noch einen realistischen Ausblick auf die Zukunft aufzeigen.

      P.S.:
      Wenn du sogar schon deine Texte zu Hause machen kannst (wtf.. unfair², aber egal.), nutzt das! Es gibt bei argumentativen Textproduktiven nichts besseres als Zeit zum Nachdenken. Wer viel nachdenkt, hat es bei solchen Aufgaben immer leichter. Ich kenne das selber aus Wirtschaft/Politik und Deutsch, da ich viele solcher Fragestellungen irgendwann schon mal in meiner Freizeit durchdacht habe. So fallen mir bei Klausuren Argumente und Kausalitäten sofort ein und die Klausur schreibt sich sehr flüssig.

      P.P.S:
      Kausalitäten sind bei solchen Texten übrigens das A und O. Du musst den Schritt vom Nennen zum Analysieren schaffen. Du sollst Fakten verknüpfen und somit eine Verbindung zwischen Wirkung und Ursache herstellen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lars () aus folgendem Grund: Rs

    • Hey! Danke für die schnelle Antwort :)

      Also sehe ich es richtig, dass ich trotzdem Vor- und Nachteile aufzählen und aufwiegen soll, nur eben detaillierter auf die einzelnen Aspekte eingehen? Der Satz, dass eine dialektische Erörterung in Form von Vor- und Nachteilen wäre ungeeignet hat mich etwas verunsichert. :D
    • Herzlich Willkommen, freut mich dich hier zu lesen. :P

      In erster Hinsicht sieht der Text ganz ordentlich aus, die Kritik deines Fernlehrers kann ich aber auch mitunter ein wenig nachvollziehen. War die oben genannte Weisung deine komplette Aufgabenstellung?

      ...kritisch die Bedeutung von Facebook für die Nutzer und zeigen Sie die Grenzen auf."

      Folglich stellt sich die Frage, ob man nur mit diesen Informationen zwischen einer linearen/sachbezogenen und einer dialektischen Eröterung unterscheiden kann. Gefragt waren so wie ich das Sehe lediglich die kritische Meinung sowie die klaren Grenzen davon.

      Die sachbezogene Erörterung dient zur Beantwortung der beiden Fragen und zur allgemeinen Darstellung der Sachverhalte.
      Die dialektische hingegen zur Pro-/Contra Gegenüberstellung mit ggf. Schlussstrich am Ende.

      Was ich letztlich zu bemängeln hätte wäre einmal die teilweise unzusammenhängende Inhalte und der Schluss. Man sieht, dass du am Ende keine große Lust mehr hattest, deshalb fällt er relativ knapp aus und auch die vorher bewahrte Professionalität sinkt etwas ab. Bei uns war es immer das absolute K.O.-Kriterium diesen mit "ich finde...", "meiner Meinung nach..." zu beginnen. Versuch ggf. auch Wortwiederholungen ein wenig zu meiden, ist zwar nicht weiter tragisch, aber das drei Mal beliebt in den ersten beiden Absätzen fällt ein wenig auf. Synonym für beliebt - Synonyme - Bedeutung | Antonyme, Fremdwort - Gegenteil von beliebt

      Vielleicht findest du hier noch ein paar kritische Ansichten dazu: Facebook pro contra
      Auch wenn ich die wirtschaftliche Auswirkung auf Deutschland etwas übertrieben finde, ganz interessant ist es trotzdem.

      Mit freundlichen Grüßen

      /Handy, Lars war schneller
      Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.
    • Du musst vom Aufzählen wegkommen.
      Dein Text muss einen sauberen Lesefluss haben und die Inhalte des Textes müssen ordentlich verknüpft sein. Schließlich sollst du zeigen, dass du in der Lage bist, einen mehr oder weniger wissenschaftlichen Text zu erarbeiten.

      Was dein Lehrer meint, ist, dass die Aufgabenstellung keine Frage àla Ja/Nein enthält, die sich durch Argumente abwägen lässt. Es geht nicht darum, ob Facebook gut oder schlecht ist, sondern um die Grenzen.
      Du sollst Facebooks Wirkung auf die Nutzer kritisch erörtern und die Grenzen aufzeigen.
      Banal ausgedrückt: Zeig was Facebook für die Nutzer bedeutet und inwiefern es den Ansprüchen gerecht wird (du musst nun mal den Punkt „kritisch“ erfüllen). Schlußendlich sollst du dann aufzeigen, wo Facebook seine Grenzen hat bzw. an welcher Stelle Facebook nicht mehr weiterhilft.
      Was du nicht sollst: Sagen ob Facebook gut ist oder nicht

      Zum Thema dialektisch oder linear: Erörterung
    • Hallo Leute, da bin ich wieder! :D Leider nicht mit sooo tollen Nachrichten, und zwar hab ich das Gefühl ich krieg die Aufgabe einfach nicht gerecht gelöst. Es fällt mir total schwer die Grenzen von Facebook zu finden, Facebook ist grenzenlos - ein Wunderland für jung und alt. Nein, mal im Ernst, ich glaube ich werd' mich hier einfach mal mit ner schlechten Note zufrieden geben.

      Hier mal das, was ich jetzt habe:

      Erörterung Facebook

      "Facebook" ist mit über einer Milliarden Nutzern (Stand 05.11.2015) das bekannteste soziale Netzwerk im Internet. Mit einem Marktwert von circa 240 Milliarden US-Dollar ist Facebook eines der erfolgreichsten Unternehmen weltweit und überholte kürzlich, nach Aufkauf des Nachrichtendiensts 'WhatsApp' sogar den amerikanischen Supermarkt-Giganten "Walmart".
      Gerade unter den jungen Leuten ist Facebook sehr beliebt, eine dortige Anmeldung beinahe obligatorisch. Wir wollen hiermit die Nutzung von Facebook einmal kritisch beleuchten. Was bedeutet Facebook seinen Nutzern? Wo liegen die Grenzen?

      Soziale Netzwerke sind so populär wie nie. Ob nun Twitter, Instagram, Facebook oder Tumblr, es steht dem Menschen von Heute eine große Auswahl zur Verfügung. Jede dieser Seiten legt ihren Schwerpunkt auf eine andere Sache. So kann man bei Instagram zum Beispiel nur Bilder posten, bei Twitter nur Nachrichten mit höchstens 140 Zeichen. Facebook und Tumblr verbinden Vorteile von beiden Seiten, und erlauben Posts jeglicher Art.
      Facebook wird hauptsächlich genutzt, um mit seinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Es ist möglich, Bilder von sich selbst und von seinen Erlebnissen hoch zu laden, und man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit seine Meinung loswerden, die dann für alle Facebook-Freunde sichtbar wird. Diese können dann deine Beiträge kommentieren, oder 'Ilken', um auszudrücken, dass ihnen der Beitrag oder das Foto gefällt.

      Facebook soll die Menschen verbinden und Kontaktaufnahmen vereinfachen. So kann man zum Beispiel mit nur einem Post all seine Freunde wissen lassen, wo man grade ist, ohne es jedem einzeln schreiben zu müssen. Man kann sich mit nur wenigen Klicks das neueste Musikvideo seiner Lieblingsband ansehen, man wird über anstehende Events informiert, und man kann ganz anonym in den Urlaubsbildern seines Schwarm wühlen.
      Studien belegen außerdem, dass Facebook bildet. Eine Umfrage bei 16 bis 18-Jährigen zeigte, dass sich bei den Nutzern (auch bei Nutzern von anderen sozialen Netzwerken und allgemeiner Nutzung des Internets) bereits früh eine gewisse Medienkompetenz einstellt. Dies reicht vom Erstellen und Bearbeiten von Inhalten bis hin zu Themen wie Web-Design und Seiten-Layout.

      Eine Anmeldung auf Facebook hat somit durchaus viele Vorteile. Für viele Menschen ist Facebook aber mittlerweile mehr als nur eine Website, die sie ab und zu besuchen. Für viele ist Facebook bereits ein fester Bestandteil ihres Lebens, viele beginnen und beenden ihren Tag damit, dass sie ihre Facebook-Pinnwand überprüfen oder schnell noch ein 'Gute Nacht!' posten. Was sich zuerst noch harmlos anhört, kann sich über die Zeit zu einer richtigen Sucht entwickeln:

      Grade junge Menschen sehnen sich oft nach Aufmerksamkeit. Meistens gilt dabei: je mehr, desto besser. Und dafür ist so ein soziales Netzwerk natürlich das perfekte Medium. Nie konnte man in weniger Zeit mehr Menschen erreichen, als heutzutage mit einem Post auf Facebook oder ähnlichen Seiten. Somit ist es uns möglich, benötigte Aufmerksamkeit oder fehlende Bestätigung durch einen schnellen Post einzuholen. Du hast einen schlechten Tag, fühlst dich nicht wohl in deiner Haut? Vielleicht könnten ein paar nette Kommentare für dein neues Profilbild bei Facebook die Lösung sein? Klingt vielleicht abwegig, aber so oder so ähnlich sehen das mittlerweile viele Facebook-Nutzer.
      Besonders die Like-Funktion scheint Suchtpotenzial zu haben, der ständige Kampf um mehr Likes, und damit Anerkennung, ist für viele eine versteckte Suchtfalle. Man wetteifert mit Freunden, wer es schafft, für seine Bilder die meisten 'Daumen hoch' zu erlangen. Denn davon kann mittlerweile, grade bei Schülern, auch der eigene Ruf abhängig gemacht werden. Eine hohe Anzahl von Facebook-Freunden und Likes sind bei jungen Leuten ein Zeugnis von Beliebtheit. So warten viele nach einem Posting schon sehnsüchtig auf die ersten Likes und Kommentare.
      Auch der ständige Informationszufluss spielt eine Rolle. Viele berichten, dass sie es sich mittlerweile nicht mehr vorstellen können, nicht rund um die Uhr Bescheid zu wissen, was bei ihren Freunden grade passiert. Auch die eigenen Erlebnisse zu teilen und sich mit anderen auszutauschen ist ihnen wichtig. Da es Facebook mittlerweile auch für mobile Geräte gibt, sind die Nutzer nicht mehr zu Pausen gezwungen. Die Menschen nutzen es im Bus, in der Schule, bei der Arbeit. Somit hat es eine angehende Sucht natürlich besonders leicht. Sie sind immer online und posten viel, auch dann, wenn es gar nichts Interessantes zu sagen gibt. Hauptsache, sie können etwas posten. So ein Verhalten ist bereits krank und der Nutzer stark suchtgefährdet.
      Es wird klar, dass Facebook zumindest einigen Nutzern eine ganze Menge bedeutet. Das ist aber längst nicht die Mehrheit. Eine Studie zeigt, dass der durchschnittliche deutsche Facebook Nutzer zwar 14-mal am Tag seine "Timeline", quasi die Startseite, aktualisiert, aber im Monat nur acht Likes und drei Kommentare hinterlässt. Somit kann man bei der Mehrheit der (deutschen) Nutzer nicht von einer Abhängigkeit sprechen, doch eine Rolle im Alltag spielt Facebook bei den meisten eindeutig.

      Aber inwiefern gibt Facebook uns wirklich das, was wir erwarten? Wo liegen die Grenzen von Facebook?

      Geben was wir erwarten kann Facebook nur, wenn wir unsere Erwartungen anpassen. Wir dürfen nicht erwarten, dass Facebook all unsere sozialen Bedürfnisse erfüllt. Den Facebooks Grenzen liegen in der Kommunikation. Was weder Facebook, noch irgendein anderes soziales Netzwerk, ersetzten kann, ist persönlicher Kontakt. Allgemein ist es wichtig, das Internet und im Besonderen soziale Netzwerk nicht als Ersatz, sondern viel mehr als Ergänzung von Freundschaften und persönlicher Kommunikation zu sehen.

      Durch den Wunsch nach mehr Kontakten auf Facebook kommt es dazu, dass viele nicht nur ihre echten Freunde und Bekannte auf Facebook annehmen, sondern auch fremde Menschen. Oft wird einfach angenommen, dass man die Person von der Schule oder der Arbeit kennt und man nimmt die Freundschaftsanfrage an, ohne groß darüber nachzudenken. Da stellt sich die Frage, inwiefern Facebook Kontakte tatsächlich "Freunde" sind. Bei den meisten lautet die Antwort wahrscheinlich 'Nein'. Fragen sie doch einfach mal sich selbst: Haben sie all Ihre Facebook-Kontakte schon mal persönlich getroffen?
      Vermutlich werden auch Sie hier mit Nein antworten.
      Und das kann gefährlich werden. Man gibt fremden Menschen Zugriff auf viele persönliche Daten gibt. Und dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Dinge, wie die eigene Adresse oder Telefonnummer.
      Einbrecher zum Beispiel nutzen Facebook, um auszukundschaften, wann ihre 'Opfer' das Haus verlassen und zum Beispiel in den Urlaub fahren. Auch Betrüger haben leichtes Spiel auf Facebook. Sie geben sich zum Beispiel als weit entfernte Verwandte aus und versuchen Geld zu erschleichen. Auch wenn sich dies weit hergeholt anhört, so passieren Fälle wie dieser so oder so ähnlich jeden Tag auf Facebook.

      Es wird klar, dass man im Internet, und im speziellen bei Facebook, vorsichtig mit seinen persönlichen Informationen sein sollte. Zu viele persönliche Ding posten ist nicht nur unangenehm für die Kontakte, es kann auch für einen selbst unangenehm werden. So nutzen zum Beispiel immer mehr Chefs Facebook dazu, um Angestellte oder zukünftige Mitarbeiter auszuspionieren. Bilder aus dem Club oder von der letzten wilden Geburtstagsfeier kommen dabei nicht gut an.
      Man sieht also, dass Facebook durchaus Grenzen hat, ob nun im sozialen- oder technischen Bereich. Hacker-Angriffe gehören zum Alltag bei Facebook, systematisch werden tausende Accounts gehackt und wichtige, vertrauliche Daten geklaut, wie Passwörter, Adressen, Kontonummern, etc. Facebook ist nicht in der Lage, dem User vollkommene Sicherheit seiner Daten zu gewährleisten. Problematisch, wenn man bedenkt, dass es Facebooks Ziel ist so viele Daten eines Nutzers wie möglich zu sammeln und zu speichern.

      Wie zum Beispiel unser Surf-Verhalten im Internet. Damit verdient Facebook nämlich sein Geld - denn eine Anmeldung ist und bleibt kostenlos. Stattdessen verkauft Facebook erhobene Daten an Marktforschungsfirmen und ähnliche Institute, die unser Online-Verhalten analysieren und künftige Werbung und Angebote darauf zuschneidet und anpasst. Das heißt also, Facebook verdient ganz legal mit unseren persönlichen Daten Geld. Ist das, was wir von einem sozialen Netzwerk erwarten?

      Facebook ist ein Unternehmen, welches sich seiner Spitzenposition bewusst ist, und diese auch nutzt. Auch dann, wenn es zum Nachteil der Nutzer geschieht. Und dort sind Facebooks Grenzen. Ein Unternehmen, das seine Dienste kostenlos zur Verfügung stellen will, muss auf Dauer Wege finden an Geld zu kommen. Und zwar in Massen. Und am Ende ist es meistens der Nutzer, der darunter leidet. Und dies zeigt sich bereits in den Nutzerzahlen. Studien zeigten, dass sich immer mehr Jugendliche inzwischen von Facebook abwenden. Zu unpersönlich, zu voll, zu viel Geld-Macherei.

      Gut möglich also, dass Facebook seine Grenzen bereits erreicht hat.

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      Ich fang irgendwie immer wieder mit neuen Argumenten an, die, so hab ich es zumindest im Gefühl, nicht viel mit dem Thema zutun haben.. Und der Schluss ist auch wieder total abgehackt und unvollständig irgendwie.
      Und außer, dass Facebook keinen persönlichen Kontakt ersetzen kann (keinen Rasen mäht, nicht mit dem Hund raus geht..) kann ich keine Grenzen erkennen. Und wenn ich ehrlich sein soll verlässt mich auch so langsam die Lust mich mit dem Thema zu befassen - nicht Erörterungen, sondern Facebook.

      Und ist das 'kritisch' ? :/ Keine Ahnung.

      Meint ihr, ich könnte auf eine drei kommen wenn ich das abschicke?

      LG, Croft

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