Beiträge von Lars

    Dafür musst du nicht einmal in der Miethölle München wohnen. Hier mal ein Auszug von dem, was mir das Studentenwerk Hannover angeboten hat. Man beachte die Voraussetzung eines B-Scheins (Miete ist also bereits durch öffentl. Förderung gesenkt) und die Größe.



    11m² Einzelzimmer für 279,- warm. Schnapper!

    Die Wohnpauschale bleibt ein Witz, der in vielen Großstädten absolut realitätsfern ist. Unverständlich, warum die Pauschale nicht je nach Studienort variiert. Im Osten sind 250,- für Wohnen schon was anderes als im Westen.


    Insgesamt müsste man Bafög wohl komplett reformieren und sinnvoller mit anderen Leistungen oder familienrechtlichen Ansprüchen (Unterhalt) verzahnen.

    Moin,


    ich studiere seit Oktober Jura in Hannover. Einen NC gibt es je nach Universität. Das hat mit der Qualität der Ausbildung oder dessen Anspruch nichts zutun. Der NC ist lediglich ein Auswahlkriterium (dessen Daseinsberechtigung absolut fragwürdig ist), für den Fall, dass es mehr Bewerber als Plätze gibt. Es gibt diverse gute Fakultäten, die keinen NC haben. Schau dir die angebotenen Schwerpunkte an und bewirb dich dann an den entsprechenden Universitäten.


    Der Anspruch in Jura ist sehr hoch. Es gehört mit Medizin und einigen anderen zu der Spitze was Arbeitsaufwand angeht. Problematisch ist insbesondere der hohe Zeitaufwand in Verbindung mit der späten Evaluation deiner Leistungen. Einige Universitäten bieten eine Zwischenprüfung an, bei der schonmal grob "ausgesiebt" wird. Mag fies klingen, aber lieber einige Semester verschwendet als am Ende im Staatsexamen mehrfach durchrasseln und leer ausgehen.


    Wie bereits gesagt: Es ist Arbeit. Ein haufen Arbeit. Während andere in den ersten Semestern Party machen, wirst du dich zum Lernen motivieren Müssen. Das fängt bei Definitionen an und endet in diversen Meinungsstreits. Dazu musst du nicht nur den materiellen Lehrbuchinhalt lernen, sondern auch noch einen Gutachtensstil beherrschen. Nicht umsonst sprechen bekannte Juristen davon, dass Jura im Endeffekt Sprache ist. Wenn dir Deutsch (Analyse, Interpretation, freies Texten) gefallen hat, könnte Jura das richtige sein. Etwas Mathe sollte auch dabei sein, aber nicht zu viel. Du musst abstrahieren können, aber mit einem Mathematikstudium hat das nicht wirklich viel zutun. Ein Dozent hat es mal ganz gut zusammengefasst: Jura ist differenziertes Denken
    Ich würde dir dazu raten, dir einfach mal ein Lehrbuch zu kaufen (Tipp: Strafrecht Grundkurs von Uwe Muhrmann oder BGB AT I von Brox/Walker) und mal zu schauen, ob du die Problemstellen interessant findest. Jura braucht Motivation und ist (wegen des Staatsexamens) ein Marathonlauf und kein Sprint. Deshalb sitzt du auch nicht den ganzen Tag in der Bib, nur um dann vor dem Staatsexamen ein Burnoutpatient zu werden. Jura braucht Motivation und Interesse, aber eben kein Bullemielernen, wie das in manch anderen Studiengängen der Fall ist. Medizin ist mit mehr Lernaufwand verbunden als Jura. Viele Probleme und Meinungsstreitigkeiten lassen sich mit Interesse an der Materie und Verständnis der Dogmatik selbst herleiten. Wirklich lernen muss man nur die Definitionen. Wer nur auswendig lernt, scheitert an Jura. Wer nie lernen musste und auch nicht lernen will, scheitert an Jura. Du musst lernen aber eben auch verstehen.
    Zusammengefasst: Viel Arbeit. Aber du musst dich weder von deiner Freundin trennen noch in der Bib einziehen.


    Jaden hat den Krieg der Studenten angesprochen. Das ist erstmal ein Klischee, welches aber natürlich einen wahren Kern hat. Im Jurastudium sind - wie vmtl auch in Medizin - einige sehr ehrgeizige Leute, die immer alles wissen und dabei auch über Leichen gehen. Bücher werden versteckt (-> Kleptomanie der Jurastudenten) und gestohlen. Aber genauso wie es Arschlöcher gibt, gibt es auch grundsolide und sympathische Leute, die schlafend und pizzafutternd im Hörsaal anzutreffen sind und trotzdem gute Leistungen erzielen. Der Trick besteht darin, sich von destruktiven Leuten fernzuhalten und sich an Leute zu halten, die einem nicht die Hausarbeit sabotieren. Was ich oben noch vergessen habe: Semesterferien wirst du nicht wirklich haben. Meistens werden Hausarbeiten geschrieben, die einige Wochen deiner Frezeit verschlingen werden. Damit muss man klarkommen. Wer also sein Studium als "Nebenjob" betreiben will, sollte sich das nochmal überlegen.



    Abschließend kann ich dir also nur eines empfehlen: Finde heraus, ob dich Jura packt. Wenn es dich nicht reizt, du bei Meinungsstreitigkeiten denkst Wen interessiert das?, dann lass es sein.
    Natürlich darf man Verwaltungsrecht trocken und langweilig finden, aber wenn man auch in den anderen Rechtsgebieten nicht wirklich ein Interesse hat oder entwickelt, dann wird das mit der Motivation einfach nichts und die ist einfach absolut notwendig. Schau dir meine Buchempfehlungen an oder mach einfach ein Semester. Nach den ersten Wochen wirst du wissen, ob es etwas für dich ist oder nicht.
    Wenn du Interesse an einigen Jurafällen (sowas wird in Klausuren bearbeitet) hast, schreib mir eine PN und ich schicke dir einige Beispielfälle inkl. Lösungsweg.



    Hier noch zwei Videos, die das Jurastudium top zusammenfassen.


    Man sollte niemals unterschätzen was für einen Wert diese ganzen kleinen Kleinkramsachen in der Wohnung haben. Gerade umgezogen und die vielen Kleinbeträge summieren sich. Gruselig.

    Finde es viel erschreckender, wie viele Leute, die nicht wirklich viel Geld haben, sich von FDP-Wahlwerbung verarschen lassen. Die FDP ist alles andere als sozial.
    Gerade Studenten, die sich über mangelnden sozialen Wohnbau beschweren und dann die FDP wählen „wegen Digitalisierung und so“ erstaunen mich immer wieder.

    Die FDP wird sowas von abräumen. Jetzt nach einigen Jahren ruhe, weiß niemand mehr so richtig wer die sind, aber irgendwie vertraut. Paar gute Plakate, seriösen aber trotzdem jungen CL rauf und schon läuft die Kiste. Merkel und Schulz liefern sich einen Populismuskampf, schade um die SPD. Vielleicht würde Opposition gut tun, um sich wieder auf den Ursprung der Partei zu besinnen.

    Lehrer haben natürlich Einfluss auf die Noten. Besonders ist das natürlich bei den mündlichen Noten. Beim Abitur ist der gesamte erste Notenblock beispielsweise stark abhängig von deinen Leistungen UND wie diese von den Lehrern gewertet werden. In SH liegt die Verteilung bei 70/30 oder 60/40. Mag dich ein Lehrer nicht besonders, kann er dir (bewusst oder unbewusst) 70% der Note ruinieren. Schriftlich ist das ganze schwerer, aber dennoch möglich. Mal kann man was lesen, mal nicht. Mal ist man offener für ungewöhnliche Lösungsansätze (geisteswissenschaftliche Fächer) und manchmal nicht. Diese merkwürdigen "Erwartungshorizonte" sind auch ein merkwürdiges Bewertungsmittel, um offene geselllschaftswissenschaftliche Fragen zu lösen.
    Manche Lehrer kommen damit klar, wenn jemand ihre Unterrichtsmethoden anzweifelt und werten lediglich die fachliche Qualitäten. Andere sind Mimosen die einschnappen, wenn man sich einfach zu Schade ist, in der 13 Klasse Mindmaps anzufertigen. In meiner Abizeit hat mich eine Lehrerin schriftlich auf 13-15 Punkte gesetzt und im Zeugnis hatte ich durchgehend 10 Punkte (Deutsch). Besonders nett, wenn sie einem privat sagt, dass sie meine Klausuren am liebsten liest, weil die ja so toll sind. :-)
    Die Kunst, sich anzupassen und bloß nicht Flagge zu zeigen, wird von vielen Lehrern honoriert - ganz unabhängig von der Leistung. Und dann wundert man sich über den steigenden 1,0 Trend bei Leuten, die im Studium irgendwie nichts gebacken bekommen. Hoppla? In meinem Jahrgang gab es Leute, die he/she/it +s nicht hinbekommen, aber durch Laberei und latent schleimigen Charme 12 Punkte abgesahnt haben.


    Und dann sind wir auch schon bei den unterschiedlichen Vorstellungen, die die jeweiligen Lehrern von Niveau und Unterricht haben. Der eine Lehrer zieht knallhart die Höchstanforderungen durch und der andere versucht gemütlich an den Minimalanforderungen zu kratzen, bloß nicht zu viel Arbeit. So entstehen die wildesten Notensprünge zwischen Jahrgängen. Aus meiner Klasse haben einige wiederholt, die nun eher zu den schlechteren Schülern gehörten, die jetzt im ersten Block unglaubliche Notensprünge haben. Wer vorher mündlich 5 Punkte hatte, hat nun plötzlich 13. Der Lehrer im Jahrgang nach mir haben vollkommen andere Vorstellungen von mündlicher Leistung, ganz besonders im quantitativen Bereich.


    Du sprichst vom Zufall bei der Notenvergabe, da bin ich mir jedoch nicht unbedingt sicher. Ich denke einfach, dass mündliche Noten sehr subjektiv sind und das persönliche Vorstellungen der Lehrer viel höheres Gewicht haben als objektive Beurteilungen. Meine Biologielehrerin hat mich in den Biostunden gelobt und am Ende des Jahres dann mit den Punkten stark gegeizt. Auf Nachfrage kam dann genau das Gegenteil von dem, was sie im Unterricht gesagt hat. Leider lassen viele Lehrer auch absolut nicht mit sich reden und reagieren prinzipiell eingeschnappt, wenn man ihre Notenvergabe kritisiert. Im Abi konnte ich dann schriftlich 1,0 holen.


    P.S.: Das soll KEINE "du bist schlecht weil die lehrer böse sind"-Rede sein und Leute darin bestärken, faul zu sein. Ich habe immer recht gute Noten gehabt und auch entsprechend gearbeitet, dementsprechend teile ich hier keine Erfahrungen, die auf eigene Faulheit oder eigenes Versagen zurückgehen. Wie das bei anderen ist, kann ich nicht unbedingt beurteilen. Wer schlecht ist, ist oft auch einfach faul und dann ist man auch selbst schuld. Der Beitrag ist vielmehr als Kritik am "Der Schüler ist immer Schuld" Spruch, den Lehrer gerne mal unqualifiziert in den Raum werfen und am Bildungssystem allgemein zu verstehen.

    Ich weiß natürlich nicht wie das in deinem Bundesland aussieht, aber Schule wurde bei mir ab der 9. Klasse anders. Mit Unterstufe hatte das nicht mehr viel zutun und meine Noten haben sich (von Mathe mal abgesehen) verbessert. Hat weniger mit Auswendiglernen zutun. Wenn du also keine bestehenden Defizite in Deutsch, Mathe, Englisch hast, sollte das schon klappen. Meinen Abschluss hätte ich auch ohne 8 Klasse geschafft.

    Ja, kannst du.


    Einfach in den Lehrplan gucken oder fragen, was da passiert ist und die paar Themen selbst erarbeiten.
    Für die meisten Sachen gibts YouTube Videos. In 6 Wochen holst du das ohne Probleme auf, wenn der entsprechende Elan vorhanden ist.


    P.S.: Mal ganz ehrlich: abgesehen von Mathe ist da bei mir nichts ansatzweise relevantes passiert. Das meiste wird eh wiederholt (Bio zum Beispiel)..

    Das war jetzt sehr generell. Aber bei den nicht-politischen ist das meistens so. Gibt einige Auflistungen gibts wenn man nach Stipendium+deutschland sucht.
    Problem ist halt, dass es halt viel zu viele mit 1,x gibt und entsprechend machen selbst die Stiftungen inzwischen wilde Auswahlverfahren. Gruppendiskussionen, Vorträge, etc.


    Hatte wegen der sozialen Aspekte auch etwas sorge (bin kein klassischer Klassensprecher oder was es da alles gibt), aber offenbar berücksichtigen die auch das Alter. Gefördert wird also auch das Potenzial und 1-2 soziale Sachen kann ich auch vorweisen.
    Viel unangenehmer finde ich die zwei „Gutachten“ die die FES haben möchte. Man darf die vorher nämlich nicht lesen und das ist doch schon sehr...befremdlich.

    Bleibt wohl bei der FES. Die anderen sind mir entweder politisch fremd oder zu pseudo (Gruppendiskussionen, nur Noten relevant, etc.).
    Bewerbung kann man aber erst nach angefangenem Studium machen. Also erstmal abwarten.