Medizin oder Naturwissenschaft studieren?

  • Moinsen!

    Ich komme nun bald in die 12.- Klasse und so langsam wächst der Druck eine Entscheidung bezüglich meines Studiums zu treffen.
    Notentechnisch sollte bei mir mit ein wenig Fleiß auch ein 1,0 drin sein.
    Nur weiß ich nicht ob dies überhaupt mein Bestreben sein sollte.
    Ich komme aus einer Medizinerfamilie; meine Mutter ist selbstständig und mein Vater Chefarzt.
    Da ist es nahezu unvermeidbar schon früh auch in diese Richtung gelenkt zu werden und seit ich 4 war hab ich das auch immer für mich vorgesehen gehabt.
    Vor 1 Jahr habe ich zum Spaß ein Schülerstudium in der Chemie begonnen, also ein Programm das man, während man noch zur Schule geht, wahrnehmen kann.
    Dabei habe ich gemerkt, dass mir eben ein solches MINT-Fach vielmehr naturwissenschaftliche Forschung ermöglichen könnte, die ich mir für mein Leben auch vorgenommen habe.
    Was die Mintfächer angeht gibt es 1000 faszinierende Studiengänge, weshalb ich mich da jetzt noch gar nicht festlegen kann (und will) aber meine Frage wäre erstmal welche Richtung ich den jetzt einschlagen sollte.
    Ich weiß, dass es für viele Mint-ler nach dem Doktor und vllt. anschließender Post-Ph.D-Beschäftigung über höchstens 10 Jahre mit der Forschung vorbei ist und sie dann entweder als Lehrender an einer Uni enden oder in eine Branche eisteigen, die sie selber nie für sich vorgesehen haben kann man auch über niemanden haben. Viele bekommen überhaupt erst gar nicht einen Forschungsplatz und werden dann Quereinsteiger.
    Genau davor hätte ich Angst; der Arbeitsmarkt ist hart und man weiß nicht wo man im Endeffekt landet.
    Ebenso will ich sozial nicht vollkommen verkümmern, wofür Nawis eher bekannt sind als Mediziner.
    Jedoch erhoffe ich mir von einer Nawi eben eine lebenslange Faszination meinerseits und eine nie versiegende Leidenschaft gegenüber der Forschung und damit auch gegenüber meines Berufes.
    Ich hab Lust Neues zu erkunden, die Menschheit soweit ich irgend kann voran zu bringen und wissenschaftliche Beiträge zu leisten.
    Innovation ist schon etwas, für das ich brenne.
    Auf der anderen Seite ist da die Medizin die natürlich einen viel sichereren Arbeitsmarkt bereit hält.
    Man kann sich sicher sein eben genau dort zu landen, wo man hin wollte, aber dafür ist naturwissenschaftliche Forschung hier weniger dominant.
    Es wird mehr auswendig gelernt und bei der Patientenbehandlung geht es darum bereits erlentes Wissen anzuwenden, nicht jedoch darum Neues zu entdecken.
    Hier habe ich einfach Angst kognitiv nicht ausreichend gefordert zu werden und folglich unglücklich zu werden; in der Medizin ist halt doch relativ viel Routine oder es wird zumindest routinisiert vorgegangen (zB. in der Diagnostik)
    Hier ist das Gehalt um einiges höher, was auch ein großer Pluspunkt ist, denn ein Leben mit viel Möglichkeiten (zB im Bezug auf Reisen) ist mir ebenso wichtig.
    Wie man sehen kann stecke ich total fest.
    Forschung vs. Geld
    Unsicherheit im Berufsleben vs. Keine vollwertige naturwissenschaftliche Beschäftigung.
    Ich hoffe irgendjemand hat es geschafft sich durch diesen Text zu beißen und kann mir einen Rat gegen.

    Vielen Dank im Voraus!

  • Schakon

    Hat das Thema freigeschaltet
  • "Grau, theurer Freund, ist alle Theorie,
    Und grün des Lebens goldner Baum." - Mephistopheles

    Keiner von uns weiß, was in 10 Jahren sein wird. Ich beweifle auch stark, dass du es weißt, selbst wenn es dich nur selbst, deine Präferenzen und Ambitionen betreffen sollte. Du kannst hier nur eine uninformierte Entscheidung treffen, die mit Risiko verbunden ist. Daran wird sich auch durch noch so viele Ratschläge und Recherche nichts ändern. Aber das ist kein Beinbruch, sondern geht allen anderen auch so. Es steht nichts dagegen, den einmal eingeschlagenen Pfad zu korrigieren, wenn man die Erfahrung gesammelt hat, dass was anderes wahrscheinlich besser liegt.

  • Solltest du generelle Fragen zum Medizinstudium und dessen Inhalten haben, kann dir DavidH als Humanmediziner sicherlich weiterhelfen.

    Ansonsten kann ich mich meinem Vorposter nur anschließen - an Erfahrungen wächst man ohnehin.


    Es gibt etliche Quellen/Videos/Lehrzugänge, mit denen du dich vertraut machen kannst, getroffen wird die Entscheidung dann aber trotzdem oft irrational und nach Bauchgefühl.

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