Studium nach Ausbildung?

  • Hallo Schüler-Forum,


    ich brauche mal Euere Meinung bzw. Euere hilfe. Undzwar:
    Ich bin Ende Feb. mit meiner Ausbildung off. fertig. Nach einem Gespräch mit einem Bekannten von mir, meint ich soll 2-3 Jahre lang normal arbeiten und anschließend danach studieren gehen. Und ich möchte gleich nach meiner Ausbildung Studium anschliesen. Dh. Ende Feb. bin ich off. mit meiner Ausbildung fertig und möchte meinen erlernten Beruf studieren und mich weiterbilden.


    Mein Bekannte meint, dass es nach meinem Studium schwierig wäre einen Job zu finden, da ich "überqualifiziert" wäre.


    Was meint Ihr dazu? Ich würde gerne mal euere Meinung dazu hören.


    Mein Beruf: Elektroniker
    Studium: Elektrotechnik- und Informationstechnik


    Gruß


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  • Wenn, dann würde ich an deiner Stelle das E-Technik Studium aber wirklich bis zum Master durchziehen.
    Dass du überqualifiziert bist ist Unsinn, das trifft dann höchstens für die reinen Elektroinstallateur und Elektroniker Jobs zu, die eh auf dem Markt mit Jobsuchenden überflutet werden, das solltest du denke ich auch sehen können.
    Mit einem abgeschlossenem E-Technik Studium kommst halt in ganz andere Gefilde als mit der Ausbildung. Du bist dann nunmal Ingenieur und kein Handwerker mehr. ;)

  • Das ist nicht ganz richtig.
    Diplomstudiengänge gibt es so eig. nicht mehr bzw. nur noch sehr selten und zumeist auslaufend durch den Bologna Prozess.


    Nach dem Bachelor bist du eben B.Eng. und nach dem Master M.Eng.
    Der Diplom Ingenieur ist ähnlich wie der Master, in manchen Fachbereichen etwas mehr in anderen etwas weniger Wert.

  • Frag am besten mal bei deiner FH etc. an, ist je nach Bundesland unterschiedlich...
    Gibt auch teilweise FHs, die als Voraussetzung Berufserfahrung erzwingen, auch wenn das nicht der Regelfall ist.


    Aber in deiner Branche lohnt sich studieren schon für die Zukunft! :)

  • Gibt auch teilweise FHs, die als Voraussetzung Berufserfahrung erzwingen, auch wenn das nicht der Regelfall ist.

    Mir fällt keine FH ein, dass sowas macht. Man muss höchstens ein Vorpraktikum vorweisen. D.h. man muss bereits vor dem Studium (in Ausnahmefällen in den ersten Semestern) ein Praktikum in dem Bereich des Studiengangs vorweisen. Bei Informatik ist das aber eher selten, sowas kommt eher in den Ingenieurstudiengängen vor. Liegt wohl u.a. daran, dass deutlich weniger Absolventen in der Informatik jedes Jahr da sind als Jobs auf dem Markt entstehen. Da kann man halt nicht versuchen den Studenten bereits maximal auf den beruflichen Alltag vorzubereiten, sondern muss einfach den Leuten eine entsprechende Grundausstattung an Bildung mitgeben (und auch nicht mehr), damit sie sich später im Beruf einarbeiten können.

  • Mir fällt keine FH ein, dass sowas macht. Man muss höchstens ein Vorpraktikum vorweisen. D.h. man muss bereits vor dem Studium (in Ausnahmefällen in den ersten Semestern) ein Praktikum in dem Bereich des Studiengangs vorweisen.


    Wenn man eine Hochschulzugangsberechtigung in Form eines Abiturs oder der Fachhochschulreife nachweisen kann, ist dies der Fall. Ansonsten besteht die Möglichkeit an einem Studium an einer (Fach-) Hochschule nur unter anderen Voraussetzungen, die je nach Bundesland variieren können (Bildung ist nachwievor eine Sache der Länder und nicht des Bundes).


    In Rheinland-Pfalz ist dies zum Beispiel Möglich wenn eine anerkannte Berufsausbildung mit einer Abschlussnote von mind. 2,5 abgeschlossen wurde und man mind. 2 Jahre Berufserfahrung nachweisen kann. Ein Meistertitel berechtigt einen ebenfalls zum Studium an einer (Fach-) Hochschule. In Zukunft wird sich dies aber in RLP ändern, so das auch "nicht beruflich qualifizierte" einen leichteren Zugang zu einem Studium erhalten können -> siehe folgendes Pilotproejekt.

  • In Zukunft wird sich dies aber in RLP ändern, so das auch "nicht beruflich qualifizierte" einen leichteren Zugang zu einem Studium erhalten können -> siehe folgendes Pilotproejekt.

    Da ich an einer dieser Hochschulen studiere, zumal auch noch in einem der Studiengänge, bei denen so etwas möglich ist, kann ich von dem Einstieg nach der Ausbildung immer dann abraten, wenn keine massive Bereitschaft da ist, alles nachzuholen, was ein Abiturient an einem Gymnasium gemacht hat.
    Habe oft genug Leute bei uns mit einer Fachinformatiker Ausbildung gesehen, die danach, besonders in Mathe, absolut versagt haben. Es fehlt schließlich an Grundkenntnissen. Weiter geht es dann halt in allen Fächern, die über die beruflichen Erfahrungen hinausgehen.
    Offiziell gibt es auch keine Abbrecherquote bzgl. dieser Leute. Bisher habe ich zumindest keinen gesehen, der mit einer reinen Ausbildung ohne gymnasiale Vorbildung bei uns mit einem Bachelor rumläuft. Es mag sicherlich hin und wieder einen geben, das hält sich aber in Grenzen.


    Es ist nunmal keine Ausbildung mehr, es wird deutlich mehr Eigeninitiative erwartet. :P

  • Es ist durchaus sinnvoll vor einem Studium eine Ausbildung zu machen.
    Ich habe bei einigen Komilitonen die Erfahrung gemacht, dass sie zu Aabgehoben werden können und auf andere runterschauen. Außerdem ist es gut schon zu wissen, wie es in dem möglichen späteren Arbeitsfeld aussieht und was da so läuft. Man versteht ehrer, warum die Nicht-studierten sich über die Studierten und ihre "interessanten" Vorstellungen ärgern. Das muss nicht immer so sein, doch es kommt tatsächlich vor.


    Ein Duales Studium ist auch möglich. Dazu brauchst du jedoch mindestens ein Fachabi, was du je nach Herkunft (Bundesland) auch an einer Abendschule nachmachen kannst.Oder du hast einen Techniker oder Meister. Diese Weiterbildungen bringen dich auch weiter (auch vom Gehalt) und sind eine Alternative zum Studium. Techniker/Meister bist du in der Regel schneller als ein Master of. Auch das sollte berücksichtigt werden.


    Es braucht auch handwerklich begabte Menschen, die von ihrer Begabung leben. Zu dem ist nicht jeder Akademiker in der Lage sein Haus, sein Auto oder etwas anderes selbst in Schuss (zu reparieren) zu halten oder ihre Nahrungsmittel selbst herzustellen. Es gibt Menschen, die haben zwei linke Hände und freuen sich, dass es andere gibt, die sich für ihre handwerklichen Dienstleistungen bezahlen lassen und ihnen helfen.

  • Hallo


    Es ist doch immer gut wenn man sich weiterbilden will.

    Damit machst du nichts falsch, lass dir da bloß nichts einreden oder so.

    Ich zum Beispiel habe meinen Beruf auch studiert und bin wirklich sehr zufrieden, ist ja auch eine Sache des Geldes ne. Und wenn man schon den Wunsch dazu hat, dann kann man sich doch gleich schon weiterbilden.


    Ich sehe da ehrlich gesagt nichts schlimmes dran.

    2 Mal editiert, zuletzt von Azure () aus folgendem Grund: Investitions Websites haben nichts in dieser Plattform zu suchen.

  • Also bei mir im Studium waren viele die vorher eine Ausbildung gemacht haben. Die hatten auch einen deutlichen Vorteil, auch später bei der Berufswahl.

    So sah es bei mir im Studium auch aus, zu dem kam noch hinzu, dass die jenigen, die zuvor eine Ausbildung gemacht hatten, dieses als Praktikum zwischen vier und 12 Monaten anerkannt bekamen. Wobei das Praktikum max. 12 Monate lang sein durfte.

  • Zitat

    "überqualifiziert"

    Kann man den auch überqualifiziert für etwas sein ;) OMG !

    Hoffe du hast nicht auf deinen Bekannten gehört und bist deinem Plan gefolgt...der sich meiner Meinung nach mehr als vernünftig und gut anhört.


    Ich fange auch mit einer Ausbildung an,und zwar habe ich mich für eine Heilpraktiker Ausbildung entschieden die ich dann hier

    Bin echt schon voller Vorfreude...

    Nach dem möchte ich dann auch noch studieren,ich mein' so stelle ich es mir vor,oder würde es mir wünschen,ob es dann auch so sein wird...werd' ich dann schon sehen!Wollte aber schon immer studieren...bin lieber überqualifiziert als gar nicht!


    LG

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