Hi,
ich nehme dich jetzt mal beim Wort "langeweilige Drecksarbeit": In den Sommerferien könnte es sein, dass deine Nachbarn, gerade die Senioren, sich über Hilfe freuen. Rasen mähen, Blumen gießen etc. sind Dinge, die sich gut machen lassen. Du musst deine Nachbarn aber Fragen, ob sie deine Hilfe benötigen (Kundenkontakt).
Zum Kundenkontakt: Ich kann verstehen, dass du da Respekt vor hast, aber du lernst so am schnellsten und besten mit Menschen umzugehen. Denn je nach späterem Berufswunsch kommst du um Kundenkontakt nicht herum.
Gastronomie hat man viel Kundenkontakt, aber mit dem Tipp hast du in der Regel einen Zusatzverdienst zum Gehalt. (Aushilfengehalt + Tipp ist zum Teil besser als das, was die Azubis kriegen, so war das zumindest als ich noch Lehrling war)
Zum "nicht großartig Nachdenken": auch beim Einräumen gibt es einiges zu Beachten. Die Verfahren Lifo und Fifo spielen dabei eine große Rolle.
Lifo: Last in first out: funktioniert wie ein Topf, der mit Bällen gefüllt ist. Die Bälle, die zuletzt reinkommen, gehen als erste wieder raus.
Fifo: First in first out: funktionier wie ein Trichter, der mit Bällen gefüllt ist. Die Bälle, die zuerst reinkommen, fallen unten als erstes wieder raus.
Dazu kommt, dass es Produkte gibt, die zwar ähnlich sind, aber unterschiedlich einzusortieren sind.
Arbeitssicherheit ist ein weiterer Aspekt, den es zu beachten gilt. Wer sich nicht an diese Vorschriften hält und verletzt, bekommt Ärger.
"Angst davor, bei meinem Nebenjob dann auch so anspruchsvolle Aufgaben so bekommen und dann irgendwas falsch zu machen." Wenn du nie Fehler machst, hast du nie die Chance etwas zu lernen. Jeder von uns macht Fehler, selbst wenn er schon Jahre im Job ist. Der Unterschied ist nur, dass die erfahrenen Leute wissen, wie sie mit den gemachten Fehlern umzugehen haben.
Ich habe beispielsweise jeden Tag Kontakt mit anderen Menschen, dass ich da Fehler mache, ist normal. Wichtig ist, dass ich aus diesen Fehlern lerne und mich bei meinem Gegenüber entschuldigen kann. Gerade letzteres ist in der heutigen Zeit wohl zu einem No-Go verkommen, dabei ist es wichtig auch mal über sein Ego zu springen und seine eigenen Schwächen einzugestehen.
Aushilfe: eine Aushilfe ist eine Person, die oft ungelernt in einem Beruf (häufig Gastronomie) mithilft oder eben aushilft.
Für eine Person, die einer Aushilfstätigkeit (also als Aushilfe arbeitet) nachgeht, gibt es auch gesetzliche Regelungen, die zu beachten sind.
Bevor ich hier jetzt einen "Kilometerpost" mache, ein Link zur Hilfe: Aushilfe: Geringfügige Beschäftigung - Arbeitsrecht 2018. Da steht noch einiges Interessantes drin und vieles wird dir ohne Anwaltsdeutsch erklärt. Bei Fragen helfen wir hier gerne weiter.
Gruß
Jade