Umwelt und Verkehr

  • Hi zusammen,


    ich finde diesen Artikel (https://www.tagesschau.de/wirt…-muenchen-berlin-101.html [Achtung der könnte ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr abrufbar sein]) hochinteressant.

    Würde die DB meiner Meinung nach alle Strecken und die Zuverlässigkeit verbessern, würden viel mehr Leute auf die Bahn umsteigen. Ähnlich wie in Japan, wo der Shinkansen das bevorzugte Reisemittel innerhalb der Landesgrenzen ist. Vor allem ist man mit dem Shinkansen schneller als mit dem Flugzeug!!

    Ich würde auch lieber jeden Tag mit den Öffentlichen fahren, nur kann ich das nicht machen, da nur zu Schulzeiten ein Bus fährt, der auch noch sehr spät (für meine Verhältnisse) unterwegs ist und nach Arbeitsschluss für mich nicht erreichbar ist, weil er dann nicht fährt.


    Wie sind eure Meinungen zum und Verbesserungsideen für den ÖNPV und die DB?

    Ich freue mich auf eine sachliche und höfliche Diskussion mit euch!:love:


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  • Rein umwelttechnisch definitiv eine starke Sache, die auch nur zu befürworten ist.


    Wenn man überlegt, wie viele Menschen täglich bei einem besseren Ausbau der Verkehrsnetze auf ihr Auto verzichten könnten. Ganz gleich ob privat oder beruflich. Kenne genug, die z. B. für eine Strecke von 350km das Flugzeug nutzen, weil es mit der Bahn einfach zu zeitintensiv ist und Zeit ist für Geschäftsreisende überwiegend Geld.


    Bei uns wird aktuell dem eher entgegengewirkt. Ab Januar bin ich wieder eine Zeit lang auf die DB angewiesen, zahle dann knapp 300€ monatlich und obendrauf kommt die neu eingeführte Parkgebühr. Der Pendlerparkplatz bei uns vor Ort gehört auch zum Konzern und zukünftig muss dort bezahlt werden. Meiner Ansicht nach ein herber Rückschlag, weswegen viele Pendler bald entgegen dem Trend wieder zum Auto greifen werden. Wer fährt denn auch gerne ewig zum Bahnhof, um dort auch noch fürs Parken zu bezahlen (Monatskarte zwar preiswerter, aber ohne Platzanrecht). :D


    Selbst nutze ich zwecks Ausbau die öffentlichen Verkehrsmittel seltenst. Überrascht war ich aber bei meiner Fahrt mit dem TGV nach Paris. So gut kann es eigentlich klappen.

  • Das ist ja mehr als bedauerlich 300€ für eine Parkplatz. Das Geld kann man anderweitig bestimmt besser unterbringen.

    Hast du die Möglichkeit die Tickets für den Parkplatz wie auch deine Zugkarten in die Steuer zu packen?

    Ich würde das eiskalt machen:), mehr als Streichen geht ja nicht.

    Allerdings ist das auch ein Betrag, bei dem man überlegen kann, ob das noch den "guten Sitten" entspricht. Ich persönlich würde in dem Fall sogar von einem sittenwidrigem Preis sprechen.

    Mit so etwas macht sich die DB einfach keine Freunde und vergrault die möglichen Kunden auch gleich wieder.

    Was würdest du vorschlagen, damit die Bahn Kundschaft behält?

  • Die 300€ sind zum Glück für das Zugticket, wobei man fürs Parken auch nochmal gut draufzahlt.


    Zur Kundenakquise oder allgemein um Kunden zu halten definitiv einen strikteren Fahrplan hinsichtlich der Pünktlichkeit. Auch einen Ausbau des Streckennetzes und mehr Parkplätze an den Bahnhöfen wären nett. Ansonsten bin ich aber ziemlich zufrieden.

  • Man muss aber bedenken, das bei einem Ausfall des Zuges etliche Verspätungen für mehrere hunderte Menschen angesagt sind. ;)

    Das ist ein Aspekt, den man meiner Meinung nach nicht so ohne weiteres in den Griff bekommen wird, denn auch ein Ersatzzug würde bisschen brauchen, bis das organisatorisch und so weiter geplant ist.


    Persönlich würde ich aber Zugverbindungen täglich meiden, würde mich dann morgens schon nerven mit mehreren Personen direkt auf einen Fleck zu stehen / sitzen, weil der Zug überfüllt ist. :D

  • Man muss aber bedenken, das bei einem Ausfall des Zuges etliche Verspätungen für mehrere hunderte Menschen angesagt sind. ;)

    Das ist ein Aspekt, den man meiner Meinung nach nicht so ohne weiteres in den Griff bekommen wird, denn auch ein Ersatzzug würde bisschen brauchen, bis das organisatorisch und so weiter geplant ist.


    Persönlich würde ich aber Zugverbindungen täglich meiden, würde mich dann morgens schon nerven mit mehreren Personen direkt auf einen Fleck zu stehen / sitzen, weil der Zug überfüllt ist. :D

    Hast nartürlich Recht um dieses Gefühl von Ölsardine in der Dose zu beseitigen, müsste die DB ihre Taktung im Berufsverkehr anpassen. Der MVV in München bekommt das ansich recht gut hin, zu den Stoßzeiten hatte ich nie das Problem mit dem Ölsardinenfeeling, außer zur Wiesn.


    Schakon , die Parkplätze sind immer so eine Sache. Dem kann ich nicht wiedersprechen. Und um genau dem zu entgehen lasse ich mich lieber zum Bahnhof bringen und kann dann total entspannt mit dem Zug die Republik durchreisen.

    Letzteres funktioniert natürlich nur wenn der Zug ein Mindestmaß an Pünktlichkeit bereitstellt. Es gibt ja nicht umsonst den Witz mit den vier Feinden der DB.


    Ein wenig Pendlermathe^^:

    Ich habe mal gerade ein wenig gerechnet, die neue BC 100 kostet 4395,00€/Jahr. Normal tanke ich mein Auto mit Benzin (Durchschnittspreis der letzten Zeit: 1,65 € [grobe Schätzung]) und in meinen Tank passen 60 l. Würde ich nur einmal in der Woche Tanken zahle ich 3762,00 €/Jahr (was ich angesichts einer Strecke von 450 km/Richtung nicht glaube [sollte ich das Jobangebot annehmen]). Damit ist das Auto kostengünstiger. Da ich aber nicht einmal die Woche tanken werde sondern jede Woche tanken muss, bin ich dan bei 19 602,00 €/Jahr, damit würde inetwa gut die Hälfte meines Arbeitentgeltes für Sprit drauf gehen.;( Kaufe ich stattdessen die BC 100 spare ich aufs Jahr gerechnet insgesamt 15207,00 € sowie einige Nerven und Stress auf der Straße.

    (In diesem Beispiel sind Schätzwerte für den Sprit angegeben, daher kann der Verlust von Geld auf der Straße auf das Jahr gesehen auch deutlich höher liegen.)


    So gesehen ist die Bahn günstiger als das Auto, aber die Industrie hinter letzterem würde sich dieses Zugeständnis nicht machen. Leider.