Wie sieht euer "perfektes" Schulsystem/Bildungssystem aus?

  • Man hört ja immer wieder, dass unser Schulsystem nicht mehr zeitgemäß ist und dringend verbessert werden müsste. Was würdet ihr ändern?


    Ein Punkt, den ich immer wieder höre oder lese, ist, dass die Schule viel zu früh anfängt. Meiner Meinung nach stimmt das nur teilweise. Denn je nach Bundesland, Schulart oder Schule fängt der Unterricht zu einer anderen Zeit an. Während es an Schule X erst um 8 Uhr los geht, fängt Schule Y schon um 7 Uhr an. 8 Uhr finde ich ok, 7 Uhr ist zu früh. Ich selbst war an verschiedenen Schulen. Bis aufs Gymnasium (8:15 Uhr) gings überall um 8 Uhr los.
    Viele sind auch der Meinung, dass die Schule z.B. in Bayern viel schwieriger ist und die Abschlüsse unterschiedlich viel wert sind. Wäre Bildung nicht Ländersache, sondern vom Bund geregelt, könnte man den Unterricht einheitlicher gestalten. Dann könnte man Verbesserungen auch viel besser umsetzen. Andererseits wäre eine Vereinheitlichung wohl auch ziemlich aufwendig. Mir kommt es nämlich so vor als würde es 1000 verschiedene Fächer geben (vielleicht sind es auch nur 1000 verschiedene Bezeichnungen?).
    Was mir in letzter Zeit immer öfter auffällt, ist, dass immer weniger Leute die deutsche Rechtschreibung beherrschen (betrifft nicht nur Ausländer). Statt den Schülern richtig Deutsch beizubringen, werden sinnlose Rechtschreibreformen oder Lernmethoden (Schreiben nach Gehör) oder Englisch oder Französisch in der Grundschule eingeführt. -.-
    Geändert werden müsste auch der Lehrplan. Meiner Meinung nach steht da viel zu viel drin bzw. der Unterricht dringt, z.B. in Mathe, viel zu tief in die Materie ein. Wichtig finde in Mathe vor allem Bruchrechnen, Prozentrechen oder auch Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Oberstufe am Gymnasium (gut, ich war nie in der Oberstufe :D ) gabs dann aber noch Integralrechnung. Sowas kann man von mir aus im Studium lernen aber nicht kurz vorm Abitur.


    Ich hab in den letzten Monaten mal an einem Schulsystem gebastelt und das ganze in zwei Videos gepackt.


    Ist zwar auch nicht perfekt und ich denke es wird auch nie das perfekte System geben, aber gute Ansätze sind drin. Was haltet ihr von dem Gedankenspiel und was würdet ihr anders machen?


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  • Nun dein Vorschlag hört sich nicht schlecht an.
    Ich würde jedoch vorschlagen, dass die Klassengröße 20 nicht überschreitet. Denn in größeren Klassen ist es schon fast nicht möglich allen Schülern gerecht zu werden. Ich habe es in meiner Schulzeit selbst oft genug erlebt, dass einige durchs Raster gefallen sind (bei denen war das allerdings die selbst verschuldete Unlust, seltener war es die Struktur, weil die Klasse mit knapp 30 Schülern recht groß waren).


    Heute können Grundschullehrer ihrer Haupttätigkeit dem Unterrichten kaum nachgehen, da die Schüler zum Teil nicht erzogen worden sind und die Lehrkräfte dieses von den Eltern übernehmen müssen. Sicher Lehrer haben einen Erziehungszauftrag. Aber was in den ersten Jahren im Elternhaus schief bzw. nicht läuft, können die Lehrer nicht oder nur sehr aufwendig ausbügeln. Heutzutage ist es doch so, dass die Grundschüler eigentlich 6 Jahre in der Grndschule sein müssten, um so weit zu sein wie es in den 1990er Jahren Ende der 4. Klasse normal war.


    Das Schreibenlernen nach Gehör ist ein absolutes Unding: damit haben die Lehrer noch in den weiterführenden und beruflilchen Schulen zu kämpfen. Beispiel ein Wort mit 10 Buchstaben enthält 4 Fehler und es wird nur erkannt, wenn man es sich selbst laut vorliest. Ich bin sehr froh, dass die Grammatik und die Rechtschreibung in der Berufsschule bei den Nebenfächern, Außnahme Deutsch, nicht mit in die Note einfließt, die Schnitte wären aufgrund des Unsinnns in der Grundschule dauerhaft im Keller.


    Die Lehrpläne vereinheitlichen? Die Idee ist nicht schlecht und es gibt sie auch schon. Diese Lehrpläne werden Rahmenlehrpläne genannt und auf der Kulturminister-Konferenz beschlossen. Die groben Inhalte sind dort vorgegeben, wie das Ganze umgesetzt werden soll, bleibt dann den jeweiligen Bundesländern überlassen. Die Lehrer bekommen am Ende die "Ausarbeitung" der Kultusminister des jeweiligen Bundeslandes vorgelegt und dürfen das dann umsetzen, Fortbildung während der Unterrichtszeit inklusive!!
    Genaue Vorgaben, was wann wie zu machen ist gibt es seit den 1990er Jahren immer weniger.
    Die Lehrpläne "ausmisten" oder einfach den Unterricht auf mehr Stunden zu verteilen. Letzteres würde heißen, dass der Unterricht bis weit in den Nachmittag hinein geht. Letzteres sollte einen Stundenplan folgen, der gut liegt nicht nur für Lehrer auch für Schüler.


    Zu Mathe: "Geändert werden müsste auch der Lehrplan. Meiner Meinung nach steht da viel zu viel drin bzw. der Unterricht dringt, z.B. in Mathe, viel zu tief in die Materie ein. Wichtig finde in Mathe vor allem Bruchrechnen, Prozentrechen oder auch Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Oberstufe am Gymnasium (gut, ich war nie in der Oberstufe ) gabs dann aber noch Integralrechnung. Sowas kann man von mir aus im Studium lernen aber nicht kurz vorm Abitur."
    Für die Schüler, die kein Studium aufnehmen wollen, reichen die Grundrechenarten, Bruchrechnen, Prozentrechnen und Wahrscheinlichkeit aus. An den beruflichen Schulen wird immer wieder mit erschrecken festgestellt, dass selbst das problematisch ist.
    Wer das Studium machen möchte, der muss mehr machen. Die Dozenten an den Unis regen sich auf, dass immer mehr Studis mit den einfachsten Aufgaben überfordert oder nicht in der Lage sind selbstständig zu lernen (das gilt besonders für die jüngeren Semester). Sonst müssen sogenannte Vorkurse zur Universität eingeführt werden. Bevor man überhaupt auf die Uni darf, müssen alle Kurse dann mit mindestens 2,0 pro Kurs bestanden sein.
    Darüberhinaus eignet sich nicht jeder für ein Studium: man sollte, das Gymnasium nicht mit Kindern überehrgeizigen Eltern "belegen", sondern mit Kindern, die dafür geeignet sind. Notfalls müssten dann eben Zugangstests für das Gymnasium eingeführt werden. Einfacher ist jedoch die verpflichtende Empfehlung nach der Grundschule. Es gibt mehrere Wege zu einem guten Beruf.


    Die pädagische Sau, die in nervtötender Regelmäßigkeit durch die Schulen gejagd wird, sollte eingesperrt bleiben. Darunter leiden nicht nur die Schüler auch die Lehrer sind genervt (Fortbildungen, die möglicher Weise wenig bis gar nichts bringen, weil die Inhalte nicht auf die jeweilige Situation vor Ort passen.) Jeder Lehrer hat sein Methodenrepertoire und ich bin mir sicher, die meisten Schüler sind glücklich, wenn sie Frontalunterricht haben und der Lehrer sie mit den Inhalten berieselt.


    Zum Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende (Würde dann für alle Schularten gelten):
    Der sollte nicht zu früh (7 Uhr) und bloß nicht zu spät (8:30 Uhr) sein. Nur weil jemand zu spät ins Bett geht bzw. zu spät einschläft, weil er das Mobilfunkgerät nicht beiseite legen kann, sollten nich alle darunter leiden. Gerade wenn es darum geht lange (bis 16:30Uhr) in der Schule zu sein, da insbesondere diese Personen (Langschläfer) dazu neigen, sich über die langen Tage beschweren. Außerdem muss ja auch eine Frühstücks- und eine Mittagspause eingehalten werden (gesetzliche Vorschrift).
    Ich kann mit einem Unterrichtsbeginn von 7:55 Uhr ganz gut leben (nicht zu früh und nicht zu spät), nach 3*45 min eine 20 min Frühstückspause und nach 3*45 min oder 4*45 min eine Mittagspause ist doch völlig ok. Schulschluss ist dann wegen mir bei 10 Stunden um 15:45 Uhr und wenn es 11 Stunden sein sollen um 16:30 Uhr.
    Dabei sollte nicht vergessen werden, nicht jeder Lehrer wird mit dem Läuten zu Schulschluss wie die Schüler aus dem Klsassenzimmer stürzen und nach Hause fahren. Es gibt mit Sicherheit genügend Lehrer, die bis weit nach Schulschluss in der Schule sitzen und noch mit dem ein oder anderen Dingen beschäftigt sind.


    Das ist meine Meinung dazu.


    Edit: Ich habe gerade folgenden Link gefunden:
    Philologen warnen: Gymnasium wird zur Gemeinschaftsschule – sie fordern „Rückbesinnung“ auf leistungsstarke Schülerklientel | News4teachers


    Entscheidet, was ihr davon haltet.

  • Nun dein Vorschlag hört sich nicht schlecht an.
    Ich würde jedoch vorschlagen, dass die Klassengröße 20 nicht überschreitet. Denn in größeren Klassen ist es schon fast nicht möglich allen Schülern gerecht zu werden. Ich habe es in meiner Schulzeit selbst oft genug erlebt, dass einige durchs Raster gefallen sind (bei denen war das allerdings die selbst verschuldete Unlust, seltener war es die Struktur, weil die Klasse mit knapp 30 Schülern recht groß waren).

    Bei uns war es auch immer so, dass in einer Klasse über 30 Schüler (meistens 33) waren. Da finde ich 24 pro Klasse vergleichsweise angenehm. Außerdem ist die Anzahl praktisch für Gruppenarbeiten. Man kann 3er, 4er und 6er-Gruppen machen.


    Zum Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende (Würde dann für alle Schularten gelten):
    Der sollte nicht zu früh (7 Uhr) und bloß nicht zu spät (8:30 Uhr) sein. Nur weil jemand zu spät ins Bett geht bzw. zu spät einschläft, weil er das Mobilfunkgerät nicht beiseite legen kann, sollten nich alle darunter leiden. Gerade wenn es darum geht lange (bis 16:30Uhr) in der Schule zu sein, da insbesondere diese Personen (Langschläfer) dazu neigen, sich über die langen Tage beschweren. Außerdem muss ja auch eine Frühstücks- und eine Mittagspause eingehalten werden (gesetzliche Vorschrift).
    Ich kann mit einem Unterrichtsbeginn von 7:55 Uhr ganz gut leben (nicht zu früh und nicht zu spät), nach 3*45 min eine 20 min Frühstückspause und nach 3*45 min oder 4*45 min eine Mittagspause ist doch völlig ok. Schulschluss ist dann wegen mir bei 10 Stunden um 15:45 Uhr und wenn es 11 Stunden sein sollen um 16:30 Uhr.
    Dabei sollte nicht vergessen werden, nicht jeder Lehrer wird mit dem Läuten zu Schulschluss wie die Schüler aus dem Klsassenzimmer stürzen und nach Hause fahren. Es gibt mit Sicherheit genügend Lehrer, die bis weit nach Schulschluss in der Schule sitzen und noch mit dem ein oder anderen Dingen beschäftigt sind.

    Zum Thema Schlaf hab ich einen Artikel gefunden.


    http://www.wissenschaft.de/kul…3%BCdung-beginnt-mit-elf/


    Der Schlafrhythmus ändert sich während der Pubertät. Da kann man nicht einfach nur davon ausgehen, dass die Jugendlichen morgens müde sind, weil sie noch bis tief in die Nacht am Smartphone rumhängen.


    Edit: Ich habe gerade folgenden Link gefunden:
    Philologen warnen: Gymnasium wird zur Gemeinschaftsschule – sie fordern „Rückbesinnung“ auf leistungsstarke Schülerklientel | News4teachers


    Entscheidet, was ihr davon haltet.

    "Der Hessische Philologenverband hat „eine Rückbesinnung auf die Kernfunktion des Gymnasiums“ gefordert, nämlich: „leistungsstarke und leistungswillige Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe auf angemessenen Lehr- und Lernwegen zu einer qualifizierten allgemeinen Hochschulreife zu führen“."


    Also erstmal muss man ein Verfahren entwickeln, mit dem man herausfinden kann welches Kind fürs Gymnasium geeignet ist und welches nicht. Das Abschlusszeugnis der 4.Klasse und die Einschätzung der Eltern als Kriterien sind wohl offensichtlich ungeeignet. Deine Idee mit den Zugangstests finde ich da gar nicht so schlecht. Wenn es das Kind dann aufs Gymnasium geschafft hat, muss noch herausgefunden werden, ob sein Interesse und seine Begabung eher im sprachlichen, naturwissenschaftlichen (Biologie, Chemie, Physik), technischen (Informatik, Werken) oder künstlerischen (Kunst, Musik) Bereich liegt. Der Lernschwerpunkt liegt dann in dem Bereich. Alle anderen Fächer werden zwar auch unterrichtet, da sollte aber auch wirklich nur das Grundwissen beigebracht bzw. gelernt werden.

  • Es ist allerdings schon bezeichnend, wenn ein Kollege auf der Arbeit erzählt, wann sein Kind WhatsApp- oder Sms-Nachrichten bekommt: Nachts gegen 23.00 Uhr. Einer Zeit zu der Schüler innerhalb der Unterrichtszeit im Bett liegen und schlafen, sollte man meinen. Er hat die Regelung, dass das Mobiltelefon in der Küche verbleibt, damit das Kind nachts in Ruhe schlafen kann. Weswegen er davon weiß.


    Den Artikel kenne ich auch und ich muss sagen, er stimmt in Teilen. Als ich noch in der Schule war, haben die wenigsten im Unterricht geschlafen. Lag vermutlich auch daran, dass unsere Eltern uns in den seltensten Fällen mit dem Auto zur Schule gebracht haben und wir feste Zeiten zum Schlafen hatten. Unsere Eltern haben sich noch für uns interessiert. Was heute in einigen Fällen nicht mehr der Fall ist oder nur sehr schwierig ist, weil die Eltern gestresst sind und das Kind zu sehen muss wo es bleibt (Stichwort: Verhaltensauffälligkeiten). Handy und Internet (Laptop/PC) finden sich heute in fast jedem Kinderzimmer: auch etwas, was die Kinder durchaus vom Schlafen abhält. An dieser Stelle wären Verhaltensregeln sinnvoll, allerdings ist ja das rebellische Verhalten in der Pupertät manchmal nicht hilfreich, wenn es um Regeln geht. ;)
    Seinen eigenen Schlafrhythmus bekommt man als Schüler in den Sommerferien am besten raus: allerdings unter der Voraussetzung, dass man zu einer festen Zeit ins Bett geht und nicht bis in die Puppen unterwegs ist.
    Auch die Verallgemeinerung in dem Artikel ist eine Unterstellung: es gibt Teenies, die ohne Probleme morgens um 6 Uhr oder früher aus den Federn kommen und in der Schule fit sind. Ebenso gibt es welche die unter der Woche mit weniger Schlaf auskommen und solche die immer nur schlafen.

  • Für Langschläfer hat ein Gymnasium in Alsdorf letztes Jahr Gleitzeit eingeführt.


    http://www.news4teachers.de/20…itzeit-fuer-schueler-ein/


    Ob das die Lösung ist?

    Den Artikel habe ich auch gelesen. Ich glaube, die haben nicht über die Stundenplanung nach gedacht. Wenn ja, war das für die Lehrer bestimmt ein Spaß, den Stundenplan zu erstellen.
    Ob das was bringt. Gleitzeit, ich weiß ja nicht? Zu mindest an der Schule.

  • Ich weiß das klingt jetzt alles etwas unrealistisch, aber wir sollten glaube ich mal die Lehrer mehr in den Hintergrund stellen. Man sollte den Lehrer nicht mehr als die Person ansehen, die vorne steht und einem alles erklärt. Die Schüler sollten sich den Stoff mehr oder weniger selbst beibringen. Der Lehrer ist als Aufsichtsperson im Klassenzimmer und kann bei Unklarheiten gefragt werden. In Verbindung mit der Idee, dass sich die Schüler ihre Fächer selbst wählen, sollte auch das nötige Interesse für eigenständige Arbeit da sein. Dadurch könnte der Stundenplan evtl. etwas flexibler gestaltet werden und sowas wie Gleitzeit wäre auch einfacher umsetzbar.

  • Ich weiß das klingt jetzt alles etwas unrealistisch, aber wir sollten glaube ich mal die Lehrer mehr in den Hintergrund stellen. Man sollte den Lehrer nicht mehr als die Person ansehen, die vorne steht und einem alles erklärt. Die Schüler sollten sich den Stoff mehr oder weniger selbst beibringen. Der Lehrer ist als Aufsichtsperson im Klassenzimmer und kann bei Unklarheiten gefragt werden. In Verbindung mit der Idee, dass sich die Schüler ihre Fächer selbst wählen, sollte auch das nötige Interesse für eigenständige Arbeit da sein. Dadurch könnte der Stundenplan evtl. etwas flexibler gestaltet werden und sowas wie Gleitzeit wäre auch einfacher umsetzbar.

    Glaube mir, das geht in die Hose. Vor allem in der Grundschule und in den ersten Jahren der weiterführenden Schulen. An den Berufsschulen und den Universtiäten stellen die Lehrkräfte und Dozenten vermehrt fest, wie wenig Grundkompetenzen die Schüler/Studenten mitbringen.
    Das Verständnis für die einfachsten Worte ist zum Teil nicht vorhanden.
    Textverständnis?! Das kannst du in der Berusschule und der Uni vergessen, zu viele die keinerlei Ahnung haben, was Ihnen ein Fachtext sagen will.
    Fehlerfreies Schreiben von Texten: ein Witz, Rechtschreibung zum Teil wie in der Grundschule.
    Lesen: zum Teil Grundschulniveau.
    Und möglichst (genau) das Abschreiben was an der Tafel steht: nur nach konkreter Aufforderung oder nach dem Hinweis: könnte für eine Leistungsüberprüfung wichtig sein.Dann kommt die Frage: Können wir das abfotografieren? - Nein, ist nicht, abschreiben. So lernt ihr es schon mal.
    Die Sache mit den Fächern ist in den USA Gang und Gebe, aber ob das in D umsetzbar ist? Schließlich gibt es in D Lehrpläne, an die sich die Lehrer zu halten haben. Googel mal nach dem Lehrplan für deine Schulform und dein Bundesland. Du wirst überrascht sein, was da drin steht.
    Das Gymnasium wird diese Entscheidung sicherlich schon bereut haben: die Leistungsnachweise dürften da eine eindeutige Sprache sprechen.
    (Ich unterhalte mich regelmäßig mit Freunden, die Lehrer an den Unterschiedlichen Schulformen sind.)

  • Deine Idee ist ganz nett, reicht aber nicht um den notwendigen Schulstoff durch zu nehmen.
    Das Problem bei deiner Darstellung ist, dass die Stunden zu zerstückelt sind durch die 2*45 min, außerdem sind einfach zu viele Pausen drin. Zwei große Pausen sind völlig ausreichend.
    Erinnere dich an deine Schulzeit zurück und sage mir wie lange du und deine Schulkameraden konzentiert arbeiten konntet.
    So wie du den Stundenplan dargestellt hast, eignet der sich höchstens für die Grundschule im Ganztag.

  • Also ich bin ja nicht der erste mit der Idee längere Unterrichtsstunden zu machen...
    http://www.focus.de/familie/sc…ulstunden_id_2050210.html


    Wie kommst du darauf, dass die nicht reicht um den notwendigen Schulstoff durchzunehmen?
    Beispiel Deutsch: Da hat man in den Jahrgangsstufen 5-10 erst 5, dann 4 und in der 10. Klasse nur noch 3 Stunden pro Woche. In Minuten wären das:
    5. -> 225
    6.-9. -> 180
    10. -> 135


    Beim 2x30-Modell hätte man jedes Jahr 180 Minuten/Woche.


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  • Ich gehe von einer Klasse aus, in der der Lehrer mehr mit allem anderen als mit dem Unterrichten beschäftigt ist. So wie es inzwischen Normalität in vielen Klassenzimmern ist. Klappt das nicht, schon gar nicht, wenn es mehr als 20 Schüler sind.
    Bei einer relativ homogenen Klasse ist deine Einteilung kein Problem, aber leider ist das inzwischen eher die Ausnahme.
    An einer Berufsschule, kannst du das aufgrund von allgemeinbildenden Fächern, Fachtheorie, Fachpraxis im Stundenplan vergessen. Gerade wenn Klassen in einigen Fächern zusammen gelegt werden.

  • Ich besuche derzeit ein berufliches Gymnasium in Baden-Württemberg. Wir starten um 7:30 was ich als "Langschläfer" vollkommen in Ordnung finde, obwohl ich dafür um 6:00 aufstehen muss. Ende ist spätestens um 16:30. Meiner Meinung nach sollte ein Schulsystem mehr auf den Schüler eingehen können bzw., im praktischen Fall, der Lehrer nicht das System an sich, daher finde ich eine geringere Klassendichte durchaus empfehlenswert. Bei mir in der Stufe ist jede Klasse mit 23-30 Schülern besetzt und in Kernfächern wie Mathe, Englisch , Deutsch oder Physik merkt man deutlich dass diese vollen Klassen dem Lehrer wie auch den Schülern schaden. Im Physik und Matheunterricht merke ich deutlich wie man als leistungsschwacher Schüler teilweise vom Lehrer sogar "ausgelassen" wird und sich nur auf die Schüler konzentriert wird die eine gewisse Leistung erbringen und mit denen man "arbeiten" kann. Das hat zum einen mit der Unlust mancher Schüler zutun und zum anderen mit der Überforderung der Lehrer. Gäbe es Klassen in denen max. 18-20 Schüler sitzen würde dieses Problem reduziert aber trotzdem nicht ganz eingedämmt und somit würde ich einen Nachmittagsunterricht empfehlen der sich vorallem auf leistungsschwache Schüler konzentriert.


    So zu einem Punkt habe ich mich jetzt mal geäußert den Rest werde ich eventuell später fortführen.
    Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, da ich Opfer des deutschen Schulsystems bin besitze ich leider nicht notwendige Kompetenz um ordentliche Grammatik und Rechtschreibung anzuwenden ;)


    Grüße,


    Fernando

  • Wir starten um 7:30 was ich als "Langschläfer" vollkommen in Ordnung finde, obwohl ich dafür um 6:00 aufstehen muss. Ende ist spätestens um 16:30.

    Das wäre mir als Schüler zu früh und zu lang. Jetzt im Beruf ist das natürlich anderes. Meine Arbeitszeit geht in der Regel von 7:15 bis 16:00 Uhr, freitags 15:15 Uhr.


    Zum Thema Schule hab ich ganz interessante "95 Thesen" gefunden:
    http://www.95-thesen-gegen-sch…5_Thesen_gegen_Schule.pdf

  • Ich habe mir jetzt nicht alles von den anderen Beiträgen durchgelesen, deswegen könnte sich was doppeln:
    Ich kann mich abends am besten konzentrieren, für mich müsste die Schule so von 18 bis 20 Uhr gehen.
    Es sollten andere Fächer eingeführt werden, zum einen wo man auch Dinge fürs spätere Leben und lernt (Steuererklärung und solche Sachen), zum anderen mehr Fächern weil es ja auch später in der Universität viele Wissenschaften gibt von denen man in der Schulzeit kaum was gehört hat.

    Gleichzeitig sollte man aber mehr Fächer abwählen können und das früher, da ja bekannterweise viele sich durch Fächer durchquälen müssen, mit denen sie später sowieso nichts zu tun haben.
    Auch die Themen die man lernt, sollten anders sein und es sollte weniger um auswendig und dem Lehrer nachplappern gehen, sondern man sollte auch mal lernen seine eigene Meinung zu äußern oder Dinge selbst zu erarbeiten.
    Es sollte keine Noten mehr geben und in dem Zusammenhang auch nicht mehr die Möglichkeit sitzenzubleiben, weil das außer unnötigen Druck nichts bringt und man vorallem mündlich häufig ohnehin unfaire Noten bekommt, die nicht die tatsächliche Leistung widerspiegeln.
    Es sollte kleinere Klassen geben, und falls man mit einem Lehrer nicht zurecht kommt, einfachere Wege diesen zu wechseln (oder es sollte zumindest strenger überprüft werden ob Lehrer überhaupt wissen wovon sie reden).
    Wobei wenn ich ehrlich sein muss, wäre meine ideale Schule wahrscheinlich sowieso von künstlichen Intelligenzen und Robotern organisiert :D
    Außerdem würde ich nicht nach Jahrgängen sondern Leistungsstand gehen, gleichzeitig aber nicht kleine Kinder und fast Erwachsene zusammen tun weil das auch oft zu Mobbing führt.
    Zusammenfassend sollte die Schule einen tatsächlich auf das spätere Leben vorbereiten und helfen einen Beruf für sich zu finden.

  • Es sollten andere Fächer eingeführt werden, zum einen wo man auch Dinge fürs spätere Leben und lernt (Steuererklärung und solche Sachen), zum anderen mehr Fächern weil es ja auch später in der Universität viele Wissenschaften gibt von denen man in der Schulzeit kaum was gehört hat.

    Man muss nicht alles in der Schule lernen bzw. die Schule muss einem nicht alles beibringen. Dinge wie Steuererklärung sollten die Eltern einem erklären können, schließlich haben diese im idealfall schon mindestens eine Steuererklärung geschrieben.
    Durch noch mehr Fächer würden die Schüler doch noch überforderter sein als sie jetzt schon sind und wie gesagt, die Schule muss einem nicht alles beibringen. In der Schule sollen ja auch nur Grundlagen beigebracht werden. Wer sich intensiver mit irgendwelchen Wissenschaften oder sonstwas beschäftigen will, kann das z.B. nach der Schulzeit an einer Universität tun.


    Gleichzeitig sollte man aber mehr Fächer abwählen können und das früher, da ja bekannterweise viele sich durch Fächer durchquälen müssen, mit denen sie später sowieso nichts zu tun haben.

    Was verstehst du denn unter früher?


    Es sollte keine Noten mehr geben und in dem Zusammenhang auch nicht mehr die Möglichkeit sitzenzubleiben, weil das außer unnötigen Druck nichts bringt und man vorallem mündlich häufig ohnehin unfaire Noten bekommt, die nicht die tatsächliche Leistung widerspiegeln.

    Aber trotzdem müssten die Schüler irgendwie "bewertet" werden.


    Außerdem würde ich nicht nach Jahrgängen sondern Leistungsstand gehen, gleichzeitig aber nicht kleine Kinder und fast Erwachsene zusammen tun weil das auch oft zu Mobbing führt.

    Gibt es dazu Studien oder Statistiken oder woher hast du diese Information?

  • Die Frage war nicht nach einem realistischen Ansatz, oder irre ich mich da?


    Bezüglich Fächer. Ich lerne von meinen Eltern nichts und würde daher diese Aufgaben der Schule übertragen. Und ich finde eben, dass viele interessante Fächer fehlen. Dass das zu viel werden könnte ist ja klar, aber deswegen würde ich den Schülern mehr Freiheiten geben was dann abwählen angeht.


    Unter früher verstehe ich etwa 7. Klasse.


    Ich sehe keinen Sinn hinter einem Bewertungssystem. Zumindest sollte es keine so große Rolle spielen.


    Und das von Mobbing hab ich aus meiner Schule. Schön für dich, dass du das nicht durchmachen musstest. Aber bei uns war es "üblich" von älteren Schülern fertig gemacht zu werden, heute ist es manchmal sogar andersrum. Kann sein, dass es nicht an jeder Schule so ist, aber so sind meine Erfahrungen.


    Wie gesagt, ich hab das Thema so verstanden, dass mein kein realistisches Konzept entwickeln muss. Ich habe einfach aufgezählt, was mich am Schulssystem stört. Ob man das tatsächlich ändern kann, habe ich nicht beachtet

  • Gewisse Dinge kann man auch erfragen. Das Ausfüllen eines Überweisungsträgers in einer Bank beispielsweise gehört dazu.
    Eine Steuererklärung ist einfach und wird in der Berufsschule zumindest einmal kurz besprochen (war bei mir der Fall und ich konnte mich nach einer langen Zeit noch daran erinnern, wie das Teil auszufüllen ist.) Ansonsten hilft der Tipp: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Das hört sich im ersten Moment tierisch arrogant an, stimmt aber. Viele Dinge besitzen eine Bedienungsanleitung, die man lesen sollte. Allerdings ist es nicht unüblich, dass viele nach dem Trail-and-Error-Prinzip handeln und dabei möglicherweise etwas kaputt geht. Auch das Lesen von Packungsbeilagen gehört mit dazu.
    Die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen, aber ich verzichte darauf.
    Die Schule ist dazu da, den Schülern die notwendigen Kompetenzen für ein Leben außerhalb der Schule mit zugeben. Dass heißt jedoch noch lange nicht, dass mit dem Austritt aus der Schule alles gelernt ist. Es gilt ein lebenslanges Lernen.


    Beispiel:
    Mir ist weder in der Fahrschule noch von meinem Vater beigebracht worden, was und wie ich zu Tanken habe.
    Dann stehe ich an der Tankstelle, und was nu?
    Ich habe in den Fahrzeugschein und in die Bedienungsanleitung des Fahrzeuges geschaut, beides hat mir realtiv wenig gebracht. In der Bedienungsanleitung stehen die Angaben sowohl für einen Diesel wie auch einen Benziner. Also habe ich mir die Aufkleber im Fahrzeug angesehen (Fahrer- und Beifahrerseite jeweils im Türrahmen)- nichts. Anschließend habe ich den Tankdeckel geöffnet und dort die gesuchten Angaben für mein Fahrzeug gefunden.
    Glücklich konnte ich endlich Tanken.


    Auch heute noch lerne ich immer wieder etwas neues.


    Etwas Mut und den Mund auf zumachen und zufragen sind doch keine Katastrophe, oder etwa doch?
    Ich denke nicht.
    Also auch einfach mal Fragen, es kostet in der Regel nichts und man bekommt fast immer, was man möchte. Klappt doch im Supermarkt auch, wenn was gesucht wird. Wieso dann wo anders nicht auch?

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