Wie sieht euer "perfektes" Schulsystem/Bildungssystem aus?

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    • Wie sieht euer "perfektes" Schulsystem/Bildungssystem aus?

      Man hört ja immer wieder, dass unser Schulsystem nicht mehr zeitgemäß ist und dringend verbessert werden müsste. Was würdet ihr ändern?

      Ein Punkt, den ich immer wieder höre oder lese, ist, dass die Schule viel zu früh anfängt. Meiner Meinung nach stimmt das nur teilweise. Denn je nach Bundesland, Schulart oder Schule fängt der Unterricht zu einer anderen Zeit an. Während es an Schule X erst um 8 Uhr los geht, fängt Schule Y schon um 7 Uhr an. 8 Uhr finde ich ok, 7 Uhr ist zu früh. Ich selbst war an verschiedenen Schulen. Bis aufs Gymnasium (8:15 Uhr) gings überall um 8 Uhr los.
      Viele sind auch der Meinung, dass die Schule z.B. in Bayern viel schwieriger ist und die Abschlüsse unterschiedlich viel wert sind. Wäre Bildung nicht Ländersache, sondern vom Bund geregelt, könnte man den Unterricht einheitlicher gestalten. Dann könnte man Verbesserungen auch viel besser umsetzen. Andererseits wäre eine Vereinheitlichung wohl auch ziemlich aufwendig. Mir kommt es nämlich so vor als würde es 1000 verschiedene Fächer geben (vielleicht sind es auch nur 1000 verschiedene Bezeichnungen?).
      Was mir in letzter Zeit immer öfter auffällt, ist, dass immer weniger Leute die deutsche Rechtschreibung beherrschen (betrifft nicht nur Ausländer). Statt den Schülern richtig Deutsch beizubringen, werden sinnlose Rechtschreibreformen oder Lernmethoden (Schreiben nach Gehör) oder Englisch oder Französisch in der Grundschule eingeführt. -.-
      Geändert werden müsste auch der Lehrplan. Meiner Meinung nach steht da viel zu viel drin bzw. der Unterricht dringt, z.B. in Mathe, viel zu tief in die Materie ein. Wichtig finde in Mathe vor allem Bruchrechnen, Prozentrechen oder auch Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Oberstufe am Gymnasium (gut, ich war nie in der Oberstufe :D ) gabs dann aber noch Integralrechnung. Sowas kann man von mir aus im Studium lernen aber nicht kurz vorm Abitur.

      Ich hab in den letzten Monaten mal an einem Schulsystem gebastelt und das ganze in zwei Videos gepackt.

      Ist zwar auch nicht perfekt und ich denke es wird auch nie das perfekte System geben, aber gute Ansätze sind drin. Was haltet ihr von dem Gedankenspiel und was würdet ihr anders machen?
    • Nun dein Vorschlag hört sich nicht schlecht an.
      Ich würde jedoch vorschlagen, dass die Klassengröße 20 nicht überschreitet. Denn in größeren Klassen ist es schon fast nicht möglich allen Schülern gerecht zu werden. Ich habe es in meiner Schulzeit selbst oft genug erlebt, dass einige durchs Raster gefallen sind (bei denen war das allerdings die selbst verschuldete Unlust, seltener war es die Struktur, weil die Klasse mit knapp 30 Schülern recht groß waren).

      Heute können Grundschullehrer ihrer Haupttätigkeit dem Unterrichten kaum nachgehen, da die Schüler zum Teil nicht erzogen worden sind und die Lehrkräfte dieses von den Eltern übernehmen müssen. Sicher Lehrer haben einen Erziehungszauftrag. Aber was in den ersten Jahren im Elternhaus schief bzw. nicht läuft, können die Lehrer nicht oder nur sehr aufwendig ausbügeln. Heutzutage ist es doch so, dass die Grundschüler eigentlich 6 Jahre in der Grndschule sein müssten, um so weit zu sein wie es in den 1990er Jahren Ende der 4. Klasse normal war.

      Das Schreibenlernen nach Gehör ist ein absolutes Unding: damit haben die Lehrer noch in den weiterführenden und beruflilchen Schulen zu kämpfen. Beispiel ein Wort mit 10 Buchstaben enthält 4 Fehler und es wird nur erkannt, wenn man es sich selbst laut vorliest. Ich bin sehr froh, dass die Grammatik und die Rechtschreibung in der Berufsschule bei den Nebenfächern, Außnahme Deutsch, nicht mit in die Note einfließt, die Schnitte wären aufgrund des Unsinnns in der Grundschule dauerhaft im Keller.

      Die Lehrpläne vereinheitlichen? Die Idee ist nicht schlecht und es gibt sie auch schon. Diese Lehrpläne werden Rahmenlehrpläne genannt und auf der Kulturminister-Konferenz beschlossen. Die groben Inhalte sind dort vorgegeben, wie das Ganze umgesetzt werden soll, bleibt dann den jeweiligen Bundesländern überlassen. Die Lehrer bekommen am Ende die "Ausarbeitung" der Kultusminister des jeweiligen Bundeslandes vorgelegt und dürfen das dann umsetzen, Fortbildung während der Unterrichtszeit inklusive!!
      Genaue Vorgaben, was wann wie zu machen ist gibt es seit den 1990er Jahren immer weniger.
      Die Lehrpläne "ausmisten" oder einfach den Unterricht auf mehr Stunden zu verteilen. Letzteres würde heißen, dass der Unterricht bis weit in den Nachmittag hinein geht. Letzteres sollte einen Stundenplan folgen, der gut liegt nicht nur für Lehrer auch für Schüler.

      Zu Mathe: "Geändert werden müsste auch der Lehrplan. Meiner Meinung nach steht da viel zu viel drin bzw. der Unterricht dringt, z.B. in Mathe, viel zu tief in die Materie ein. Wichtig finde in Mathe vor allem Bruchrechnen, Prozentrechen oder auch Wahrscheinlichkeitsrechnung. In der Oberstufe am Gymnasium (gut, ich war nie in der Oberstufe ) gabs dann aber noch Integralrechnung. Sowas kann man von mir aus im Studium lernen aber nicht kurz vorm Abitur."
      Für die Schüler, die kein Studium aufnehmen wollen, reichen die Grundrechenarten, Bruchrechnen, Prozentrechnen und Wahrscheinlichkeit aus. An den beruflichen Schulen wird immer wieder mit erschrecken festgestellt, dass selbst das problematisch ist.
      Wer das Studium machen möchte, der muss mehr machen. Die Dozenten an den Unis regen sich auf, dass immer mehr Studis mit den einfachsten Aufgaben überfordert oder nicht in der Lage sind selbstständig zu lernen (das gilt besonders für die jüngeren Semester). Sonst müssen sogenannte Vorkurse zur Universität eingeführt werden. Bevor man überhaupt auf die Uni darf, müssen alle Kurse dann mit mindestens 2,0 pro Kurs bestanden sein.
      Darüberhinaus eignet sich nicht jeder für ein Studium: man sollte, das Gymnasium nicht mit Kindern überehrgeizigen Eltern "belegen", sondern mit Kindern, die dafür geeignet sind. Notfalls müssten dann eben Zugangstests für das Gymnasium eingeführt werden. Einfacher ist jedoch die verpflichtende Empfehlung nach der Grundschule. Es gibt mehrere Wege zu einem guten Beruf.

      Die pädagische Sau, die in nervtötender Regelmäßigkeit durch die Schulen gejagd wird, sollte eingesperrt bleiben. Darunter leiden nicht nur die Schüler auch die Lehrer sind genervt (Fortbildungen, die möglicher Weise wenig bis gar nichts bringen, weil die Inhalte nicht auf die jeweilige Situation vor Ort passen.) Jeder Lehrer hat sein Methodenrepertoire und ich bin mir sicher, die meisten Schüler sind glücklich, wenn sie Frontalunterricht haben und der Lehrer sie mit den Inhalten berieselt.

      Zum Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende (Würde dann für alle Schularten gelten):
      Der sollte nicht zu früh (7 Uhr) und bloß nicht zu spät (8:30 Uhr) sein. Nur weil jemand zu spät ins Bett geht bzw. zu spät einschläft, weil er das Mobilfunkgerät nicht beiseite legen kann, sollten nich alle darunter leiden. Gerade wenn es darum geht lange (bis 16:30Uhr) in der Schule zu sein, da insbesondere diese Personen (Langschläfer) dazu neigen, sich über die langen Tage beschweren. Außerdem muss ja auch eine Frühstücks- und eine Mittagspause eingehalten werden (gesetzliche Vorschrift).
      Ich kann mit einem Unterrichtsbeginn von 7:55 Uhr ganz gut leben (nicht zu früh und nicht zu spät), nach 3*45 min eine 20 min Frühstückspause und nach 3*45 min oder 4*45 min eine Mittagspause ist doch völlig ok. Schulschluss ist dann wegen mir bei 10 Stunden um 15:45 Uhr und wenn es 11 Stunden sein sollen um 16:30 Uhr.
      Dabei sollte nicht vergessen werden, nicht jeder Lehrer wird mit dem Läuten zu Schulschluss wie die Schüler aus dem Klsassenzimmer stürzen und nach Hause fahren. Es gibt mit Sicherheit genügend Lehrer, die bis weit nach Schulschluss in der Schule sitzen und noch mit dem ein oder anderen Dingen beschäftigt sind.

      Das ist meine Meinung dazu.

      Edit: Ich habe gerade folgenden Link gefunden:
      Philologen warnen: Gymnasium wird zur Gemeinschaftsschule – sie fordern „Rückbesinnung“ auf leistungsstarke Schülerklientel | News4teachers

      Entscheidet, was ihr davon haltet.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Jade ()

    • Jade schrieb:

      Nun dein Vorschlag hört sich nicht schlecht an.
      Ich würde jedoch vorschlagen, dass die Klassengröße 20 nicht überschreitet. Denn in größeren Klassen ist es schon fast nicht möglich allen Schülern gerecht zu werden. Ich habe es in meiner Schulzeit selbst oft genug erlebt, dass einige durchs Raster gefallen sind (bei denen war das allerdings die selbst verschuldete Unlust, seltener war es die Struktur, weil die Klasse mit knapp 30 Schülern recht groß waren).
      Bei uns war es auch immer so, dass in einer Klasse über 30 Schüler (meistens 33) waren. Da finde ich 24 pro Klasse vergleichsweise angenehm. Außerdem ist die Anzahl praktisch für Gruppenarbeiten. Man kann 3er, 4er und 6er-Gruppen machen.

      Jade schrieb:

      Zum Unterrichtsbeginn und Unterrichtsende (Würde dann für alle Schularten gelten):
      Der sollte nicht zu früh (7 Uhr) und bloß nicht zu spät (8:30 Uhr) sein. Nur weil jemand zu spät ins Bett geht bzw. zu spät einschläft, weil er das Mobilfunkgerät nicht beiseite legen kann, sollten nich alle darunter leiden. Gerade wenn es darum geht lange (bis 16:30Uhr) in der Schule zu sein, da insbesondere diese Personen (Langschläfer) dazu neigen, sich über die langen Tage beschweren. Außerdem muss ja auch eine Frühstücks- und eine Mittagspause eingehalten werden (gesetzliche Vorschrift).
      Ich kann mit einem Unterrichtsbeginn von 7:55 Uhr ganz gut leben (nicht zu früh und nicht zu spät), nach 3*45 min eine 20 min Frühstückspause und nach 3*45 min oder 4*45 min eine Mittagspause ist doch völlig ok. Schulschluss ist dann wegen mir bei 10 Stunden um 15:45 Uhr und wenn es 11 Stunden sein sollen um 16:30 Uhr.
      Dabei sollte nicht vergessen werden, nicht jeder Lehrer wird mit dem Läuten zu Schulschluss wie die Schüler aus dem Klsassenzimmer stürzen und nach Hause fahren. Es gibt mit Sicherheit genügend Lehrer, die bis weit nach Schulschluss in der Schule sitzen und noch mit dem ein oder anderen Dingen beschäftigt sind.
      Zum Thema Schlaf hab ich einen Artikel gefunden.

      wissenschaft.de/kultur-gesells…3%BCdung-beginnt-mit-elf/

      Der Schlafrhythmus ändert sich während der Pubertät. Da kann man nicht einfach nur davon ausgehen, dass die Jugendlichen morgens müde sind, weil sie noch bis tief in die Nacht am Smartphone rumhängen.

      Jade schrieb:

      Edit: Ich habe gerade folgenden Link gefunden:
      Philologen warnen: Gymnasium wird zur Gemeinschaftsschule – sie fordern „Rückbesinnung“ auf leistungsstarke Schülerklientel | News4teachers

      Entscheidet, was ihr davon haltet.
      "Der Hessische Philologenverband hat „eine Rückbesinnung auf die Kernfunktion des Gymnasiums“ gefordert, nämlich: „leistungsstarke und leistungswillige Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe auf angemessenen Lehr- und Lernwegen zu einer qualifizierten allgemeinen Hochschulreife zu führen“."

      Also erstmal muss man ein Verfahren entwickeln, mit dem man herausfinden kann welches Kind fürs Gymnasium geeignet ist und welches nicht. Das Abschlusszeugnis der 4.Klasse und die Einschätzung der Eltern als Kriterien sind wohl offensichtlich ungeeignet. Deine Idee mit den Zugangstests finde ich da gar nicht so schlecht. Wenn es das Kind dann aufs Gymnasium geschafft hat, muss noch herausgefunden werden, ob sein Interesse und seine Begabung eher im sprachlichen, naturwissenschaftlichen (Biologie, Chemie, Physik), technischen (Informatik, Werken) oder künstlerischen (Kunst, Musik) Bereich liegt. Der Lernschwerpunkt liegt dann in dem Bereich. Alle anderen Fächer werden zwar auch unterrichtet, da sollte aber auch wirklich nur das Grundwissen beigebracht bzw. gelernt werden.
    • Es ist allerdings schon bezeichnend, wenn ein Kollege auf der Arbeit erzählt, wann sein Kind WhatsApp- oder Sms-Nachrichten bekommt: Nachts gegen 23.00 Uhr. Einer Zeit zu der Schüler innerhalb der Unterrichtszeit im Bett liegen und schlafen, sollte man meinen. Er hat die Regelung, dass das Mobiltelefon in der Küche verbleibt, damit das Kind nachts in Ruhe schlafen kann. Weswegen er davon weiß.

      Den Artikel kenne ich auch und ich muss sagen, er stimmt in Teilen. Als ich noch in der Schule war, haben die wenigsten im Unterricht geschlafen. Lag vermutlich auch daran, dass unsere Eltern uns in den seltensten Fällen mit dem Auto zur Schule gebracht haben und wir feste Zeiten zum Schlafen hatten. Unsere Eltern haben sich noch für uns interessiert. Was heute in einigen Fällen nicht mehr der Fall ist oder nur sehr schwierig ist, weil die Eltern gestresst sind und das Kind zu sehen muss wo es bleibt (Stichwort: Verhaltensauffälligkeiten). Handy und Internet (Laptop/PC) finden sich heute in fast jedem Kinderzimmer: auch etwas, was die Kinder durchaus vom Schlafen abhält. An dieser Stelle wären Verhaltensregeln sinnvoll, allerdings ist ja das rebellische Verhalten in der Pupertät manchmal nicht hilfreich, wenn es um Regeln geht. ;)
      Seinen eigenen Schlafrhythmus bekommt man als Schüler in den Sommerferien am besten raus: allerdings unter der Voraussetzung, dass man zu einer festen Zeit ins Bett geht und nicht bis in die Puppen unterwegs ist.
      Auch die Verallgemeinerung in dem Artikel ist eine Unterstellung: es gibt Teenies, die ohne Probleme morgens um 6 Uhr oder früher aus den Federn kommen und in der Schule fit sind. Ebenso gibt es welche die unter der Woche mit weniger Schlaf auskommen und solche die immer nur schlafen.
    • ndc schrieb:

      Für Langschläfer hat ein Gymnasium in Alsdorf letztes Jahr Gleitzeit eingeführt.

      news4teachers.de/2016/03/flexi…itzeit-fuer-schueler-ein/

      Ob das die Lösung ist?
      Den Artikel habe ich auch gelesen. Ich glaube, die haben nicht über die Stundenplanung nach gedacht. Wenn ja, war das für die Lehrer bestimmt ein Spaß, den Stundenplan zu erstellen.
      Ob das was bringt. Gleitzeit, ich weiß ja nicht? Zu mindest an der Schule.
    • Ich weiß das klingt jetzt alles etwas unrealistisch, aber wir sollten glaube ich mal die Lehrer mehr in den Hintergrund stellen. Man sollte den Lehrer nicht mehr als die Person ansehen, die vorne steht und einem alles erklärt. Die Schüler sollten sich den Stoff mehr oder weniger selbst beibringen. Der Lehrer ist als Aufsichtsperson im Klassenzimmer und kann bei Unklarheiten gefragt werden. In Verbindung mit der Idee, dass sich die Schüler ihre Fächer selbst wählen, sollte auch das nötige Interesse für eigenständige Arbeit da sein. Dadurch könnte der Stundenplan evtl. etwas flexibler gestaltet werden und sowas wie Gleitzeit wäre auch einfacher umsetzbar.
    • ndc schrieb:

      Ich weiß das klingt jetzt alles etwas unrealistisch, aber wir sollten glaube ich mal die Lehrer mehr in den Hintergrund stellen. Man sollte den Lehrer nicht mehr als die Person ansehen, die vorne steht und einem alles erklärt. Die Schüler sollten sich den Stoff mehr oder weniger selbst beibringen. Der Lehrer ist als Aufsichtsperson im Klassenzimmer und kann bei Unklarheiten gefragt werden. In Verbindung mit der Idee, dass sich die Schüler ihre Fächer selbst wählen, sollte auch das nötige Interesse für eigenständige Arbeit da sein. Dadurch könnte der Stundenplan evtl. etwas flexibler gestaltet werden und sowas wie Gleitzeit wäre auch einfacher umsetzbar.
      Glaube mir, das geht in die Hose. Vor allem in der Grundschule und in den ersten Jahren der weiterführenden Schulen. An den Berufsschulen und den Universtiäten stellen die Lehrkräfte und Dozenten vermehrt fest, wie wenig Grundkompetenzen die Schüler/Studenten mitbringen.
      Das Verständnis für die einfachsten Worte ist zum Teil nicht vorhanden.
      Textverständnis?! Das kannst du in der Berusschule und der Uni vergessen, zu viele die keinerlei Ahnung haben, was Ihnen ein Fachtext sagen will.
      Fehlerfreies Schreiben von Texten: ein Witz, Rechtschreibung zum Teil wie in der Grundschule.
      Lesen: zum Teil Grundschulniveau.
      Und möglichst (genau) das Abschreiben was an der Tafel steht: nur nach konkreter Aufforderung oder nach dem Hinweis: könnte für eine Leistungsüberprüfung wichtig sein.Dann kommt die Frage: Können wir das abfotografieren? - Nein, ist nicht, abschreiben. So lernt ihr es schon mal.
      Die Sache mit den Fächern ist in den USA Gang und Gebe, aber ob das in D umsetzbar ist? Schließlich gibt es in D Lehrpläne, an die sich die Lehrer zu halten haben. Googel mal nach dem Lehrplan für deine Schulform und dein Bundesland. Du wirst überrascht sein, was da drin steht.
      Das Gymnasium wird diese Entscheidung sicherlich schon bereut haben: die Leistungsnachweise dürften da eine eindeutige Sprache sprechen.
      (Ich unterhalte mich regelmäßig mit Freunden, die Lehrer an den Unterschiedlichen Schulformen sind.)
    • Deine Idee ist ganz nett, reicht aber nicht um den notwendigen Schulstoff durch zu nehmen.
      Das Problem bei deiner Darstellung ist, dass die Stunden zu zerstückelt sind durch die 2*45 min, außerdem sind einfach zu viele Pausen drin. Zwei große Pausen sind völlig ausreichend.
      Erinnere dich an deine Schulzeit zurück und sage mir wie lange du und deine Schulkameraden konzentiert arbeiten konntet.
      So wie du den Stundenplan dargestellt hast, eignet der sich höchstens für die Grundschule im Ganztag.
    • Also ich bin ja nicht der erste mit der Idee längere Unterrichtsstunden zu machen...
      focus.de/familie/schule/paedag…ulstunden_id_2050210.html

      Wie kommst du darauf, dass die nicht reicht um den notwendigen Schulstoff durchzunehmen?
      Beispiel Deutsch: Da hat man in den Jahrgangsstufen 5-10 erst 5, dann 4 und in der 10. Klasse nur noch 3 Stunden pro Woche. In Minuten wären das:
      5. -> 225
      6.-9. -> 180
      10. -> 135

      Beim 2x30-Modell hätte man jedes Jahr 180 Minuten/Woche.

      BayGSO-ANL_1?AspxAutoDetectCookieSupport=1
    • Ich gehe von einer Klasse aus, in der der Lehrer mehr mit allem anderen als mit dem Unterrichten beschäftigt ist. So wie es inzwischen Normalität in vielen Klassenzimmern ist. Klappt das nicht, schon gar nicht, wenn es mehr als 20 Schüler sind.
      Bei einer relativ homogenen Klasse ist deine Einteilung kein Problem, aber leider ist das inzwischen eher die Ausnahme.
      An einer Berufsschule, kannst du das aufgrund von allgemeinbildenden Fächern, Fachtheorie, Fachpraxis im Stundenplan vergessen. Gerade wenn Klassen in einigen Fächern zusammen gelegt werden.
    • Ich besuche derzeit ein berufliches Gymnasium in Baden-Württemberg. Wir starten um 7:30 was ich als "Langschläfer" vollkommen in Ordnung finde, obwohl ich dafür um 6:00 aufstehen muss. Ende ist spätestens um 16:30. Meiner Meinung nach sollte ein Schulsystem mehr auf den Schüler eingehen können bzw., im praktischen Fall, der Lehrer nicht das System an sich, daher finde ich eine geringere Klassendichte durchaus empfehlenswert. Bei mir in der Stufe ist jede Klasse mit 23-30 Schülern besetzt und in Kernfächern wie Mathe, Englisch , Deutsch oder Physik merkt man deutlich dass diese vollen Klassen dem Lehrer wie auch den Schülern schaden. Im Physik und Matheunterricht merke ich deutlich wie man als leistungsschwacher Schüler teilweise vom Lehrer sogar "ausgelassen" wird und sich nur auf die Schüler konzentriert wird die eine gewisse Leistung erbringen und mit denen man "arbeiten" kann. Das hat zum einen mit der Unlust mancher Schüler zutun und zum anderen mit der Überforderung der Lehrer. Gäbe es Klassen in denen max. 18-20 Schüler sitzen würde dieses Problem reduziert aber trotzdem nicht ganz eingedämmt und somit würde ich einen Nachmittagsunterricht empfehlen der sich vorallem auf leistungsschwache Schüler konzentriert.

      So zu einem Punkt habe ich mich jetzt mal geäußert den Rest werde ich eventuell später fortführen.
      Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, da ich Opfer des deutschen Schulsystems bin besitze ich leider nicht notwendige Kompetenz um ordentliche Grammatik und Rechtschreibung anzuwenden ;)

      Grüße,

      Fernando
    • Fernando_Sucre schrieb:

      Wir starten um 7:30 was ich als "Langschläfer" vollkommen in Ordnung finde, obwohl ich dafür um 6:00 aufstehen muss. Ende ist spätestens um 16:30.
      Das wäre mir als Schüler zu früh und zu lang. Jetzt im Beruf ist das natürlich anderes. Meine Arbeitszeit geht in der Regel von 7:15 bis 16:00 Uhr, freitags 15:15 Uhr.

      Zum Thema Schule hab ich ganz interessante "95 Thesen" gefunden:
      95-thesen-gegen-schule.de/file…5_Thesen_gegen_Schule.pdf