Ausbildung als verwaltungsfachangestellter

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    • Ausbildung als verwaltungsfachangestellter

      Hallo,

      ich habe einige Fragen zu meiner hoffentlich bald kommenden Ausbildung.
      Vorab zu meiner Person:
      Ich bin derzeit 15 Jahre alt, werde im September 16.
      Ich besuche eine Oberschule (Realschule) in der Nähe von Berlin (Werder (Havel)).
      Die Schule werde ich voraussichtlich nächstes Jahr mit der Fachoberschulreife oder mit der Fachoberschulreife mit Berechtigung zur gymnasialen Oberstufe im Jahre 2017 beenden.
      Ich möchte mich natürlich so früh wie möglich nach einer Ausbildung umsehen sodass ich einen guten Ausbildungsplatz bekomme der mir auch zuspricht.
      Eigentlich strebte ich den Polizeivollzugsdienst an, dies ging auf Grund meiner Sehschwäche nicht mehr die ich erst mit dem 24. Lebensjahr beheben lassen kann.
      Dementsprechend schaute ich mich nach Alternativen um.
      Der Justizvollzugsdienst sprach mich auch sehr an aber hier das selbe Problem wie bei der Polizei, gleich beim Zoll.
      Nun bleiben mir noch einige wenige Optionen.
      Das Ordnungsamt, der einfache Hilfspolizist oder der Feldjäger.
      Der Feldjäger fällt auch auf Grund der Verpflichtung raus.
      Auch den "Beruf" als Hilfspolizist lehne ich dankend ab.
      Nun bleibt mir als beste Alternative das Ordnungsamt welches mir auch sehr attraktiv erscheint.
      Leider habe ich das Problem, das Berlin die Internetseite nicht wirklich pflegt und ich so oft nur an Informationen aus dem Jahre 2010 komme.
      Fakt ist das ich nicht zum Ordnungsamt nach Werder, Potsdam oder in sonst einer Kleingartenkolonie möchte.
      So bleibt für mich eigentlich nur die Großstadt was eigentlich direkt auf meine Person treffen könnte.
      Ich mag den Schichtdienst und bin eher "Nachtaktiv". Auch die Arbeit macht mir in der Nacht um einiges mehr Spaß, natürlich geht nichts über den Job am sonnigen Freitag... :)
      Nun gut, hier taucht meine erste Frage rein aus Interesse auf: Kann man sich hauptsächlich Nachts in Dienst stellen lassen und gibt es dort dann Zulagen?
      Das ist natürlich keine ausschlaggebener Punkt auf meinen Berufswunsch.
      Der Job lautet ja Verwaltungsfachangestellter, auch im äußeren Dienst?
      Ich möchte Hauptstrich im Außendienst tätig sein da ich ehrlich gesagt keine Lust auf viel Computerarbeit habe.
      Ich arbeite jetzt zwar seit einigen Jahren als Hobby mit dem PC auch was Webseiten schreiben angeht usw. trotzalledem soll das nicht meine Haupttätigkeit im Dienst sein bzw. werden.
      Ist das so das ich mich hauptsächlich im Außendienst aufhalte?
      Wo finde ich Informationen für Berlin und wo finde ich ggf. einen persönlichen Ansprechpartner mit dem man einen Termin vereinbaren kann?
      Ist hier das Arbeitsamt zu aller erst eine gute Anlaufstelle?
      Ist es denn gut das ich ein großes Interesse auch schon ein Jahr davor zeige und mir Informationen einhole oder könnte das überheblich wirken?
      Sollte ich meine Bewerbung schon relativ früh abschicken oder kann dies auch hier überheblich wirken?
      Im Dezember diesen Jahres haben wir ein Schulpraktikum (10. Klasse).
      Sollte ich dieses evtl. auch beim Ordungsamt machen oder evtl. beim Zoll am Flughafen?
      Auch hier wieder: Wo finde ich eine gute Anlaufstelle für ein persönliches Gespräch mit einem Verantwortlichen?

      Ich bedanke mich schon einmal das du dir die Zeit genommen hast und dir meinen langen Beitrag durch gelesen hast.
      Natürlich freue ich mich über viele Antworten, ihr könnt mir damit sehr helfen!

      Liebe Grüße
      Max!
    • Hi Max,
      Ich finde es toll, dass du dich so engagiert mit dem Leben nach deiner Schulzeit auseinandersetzt.
      Zu den vielen Detailfragen kann ich dir leider gar nicht weiterhelfen, wohl aber zu Bewerbungsverfahren in der freien Wirtschaft:
      • je größer der Laden, desto länger dauert der Bewerbungsprozess.
      • 1 - 4 Monate kann der Prozess dauern. Bei einem Amt würde ich eher mit 3 Monaten rechnen.
      • Wenn du dich früher bewirbst wirkt das nicht arrogant, bringt dir aber dennoch Nachteile weil du deine frischesten Fähigkeiten und Kenntnisse nicht herausstellen kannst und zudem Gefahr läufst, vergessen zu werden.
      Ich würde dir daher empfehlen:
      • Beobachte die Stellenausschreibungen deiner Lieblingsausbildung kontinuierlich um keine Frist zu verpassen.
      • Sofern nichts anderes gefordert, schicke deine Bewerbungen frühestens 4 Monate vor dem möglichen Start der Ausbildung ab.
      • Überlege dir auch einen Plan B und C: Alternative Städte, Bewerbung in anderen Branchen etc.
      • Versuch 10-20 Adressen zu sammeln, schreib 2-3 gute Bewerbungen pro Woche, die liebsten zu erst.
      • Passe jede Bewerbung an den Adressaten an (warum genau möchtest du gerne in Berlin/Bremen/Potsdam arbeiten)? Woran hast du erkannt dass du genau diesen Beruf lernen möchtest?
      • Wenige gute Bewerbungen bringen mehr als viele durchschnittliche.


      Nachtschichten, Außendienst und Wochenendarbeit ist bei den meisten Arbeitnehmern unbeliebt. Dass du genau darauf Lust hast ist mE eine riesen Stärke deiner Bewerbung. Das sollten die Personaler auf jeder einzelnen Seite deiner Unterlagen zumindest Indirekt erkennen können.
      Ins Anschreiben gehört die Informationen als eigenständiger Absatz.

      Ich wünsche dir viel Erfolg!

      Edit: Bewirb dich fürs Praktikum auf jeden Fall bei deiner Lieblingsstelle!
      Im Praktikum solltest du sämtliche Antworten bekommen.
      Außerdem hast du danach einen persönlichen Kontakt an den du später deine Bewerbung schicken kannst und kannst wunderbar begründen was genau dir am Praktikum so gut gefallen hat, dass du jetzt den Beruf lernen möchtest.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bekmes ()

    • Ich finde es klasse, dass du schon konkrete Vorstellungen hast, was du später genau machen willst. Viele meiner Freunde hatten nach der Schule keinen blassen Schimmer, was sie später werden wollten und haben sich im Studium, das eigentlich auf den Berufsweg leitet, sich den Kopf zerbrochen. Aber die Qual der Wahl hat auch Vorteile. Du kannst dir in Ruhe die Arbeitswelt anschauen und in diversen Praktika Erfahrungen sammeln. Den Berufseinstieg kann man vielleicht auf später verschieben! Guck dich auch mal hier unter stellenonline.de/ausbildung-azubi-stellenangebotenach passenden Azubi Stellen um. Vielleicht wirst du fündig oder für andere Tätigkeiten inspiriert.