Frage zu Religion

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    • Frage zu Religion

      Hallo,
      wir haben in Religion eine Hausarbeit aufbekommen wo ich bei einer Aufgabe total verzweifle. Ich hoffe jemand kann mir helfen.
      Ich soll das Menschenbild der hebräischen Bibel mit dem Menschenbild Kants vergleichen. Hier der Text von Kant dazu:

      Das größte Problem für die Menschengattung, zu dessen Auflösung die Natur ihn zwingt, ist die Erreichung einer allgemein das Recht verwaltenden bürgerlichen Gesellschaft. Da nur in der Gesellschaft und zwar derjenigen, die die größte Freiheit, mithin einen durchgängigen Antagonism ihrer Glieder und doch die genauste Bestimmung und Sicherung der Grenzen dieser Freiheit hat, damit sie mit der Freiheit anderer bestehen könne, – da nur in ihr die höchste Absicht der Natur, nämlich die Entwickelung aller ihrer Anlagen, in der Menschheit erreicht werden kann, die Natur auch will, daß sie diesen so wie alle Zwecke ihrer Bestimmung sich selbst verschaffen solle: so muß eine Gesellschaft, in welcher Freiheit unter äußeren Gesetzen im größtmöglichen Grade mit unwiderstehlicher Gewalt verbunden angetroffen wird, d.i. eine vollkommen gerechte bürgerliche Verfassung, die höchste Aufgabe der Natur für die Menschengattung sein, weil die Natur nur vermittelst der Auflösung und Vollziehung derselben ihre übrigen Absichten mit unserer Gattung erreichen kann. In diesen Zustand des Zwanges zu treten, zwingt den sonst für ungebundene Freiheit so sehr eingenommenen Menschen die Not; und zwar die größte unter allen, nämlich die, welche sich Menschen unter einander selbst zufügen, deren Neigungen es machen, daß sie in wilder Freiheit nicht lange neben einander bestehen können. Allein in einem solchen Gehege, als bürgerliche Vereinigung ist, thun eben dieselben Neigungen hernach die beste Wirkung: so wie Bäume in einem Walde eben dadurch, daß ein jeder dem andern Luft und Sonne zu benehmen sucht, einander nöthigen beides über sich zu suchen und dadurch einen schönen geraden Wuchs bekommen; statt daß die, welche in Freiheit und von einander abgesondert ihre Äste nach Wohlgefallen treiben, krüppelig, schief und krumm wachsen. Alle Cultur und Kunst, welche die Menschheit ziert, die schönste gesellschaftliche Ordnung sind Früchte der Ungeselligkeit, die durch sich selbst genötigt wird sich zu disciplinieren und so durch abgedrungene Kunst die Keime der Natur vollständig zu entwickeln.
      Dieses Problem ist zugleich das schwerste und das, welches von der Menschengattung am spätesten aufgelöset wird. Die Schwierigkeit, welche auch die bloße Idee dieser Aufgabe schon vor Augen legt, ist diese: der Mensch ist ein Tier, das, wenn es unter andern seiner Gattung lebt, einen Herrn nöthig hat. Denn er mißbraucht gewiß seine Freiheit in Ansehung anderer Seinesgleichen; und ob er gleich als vernünftiges Geschöpf ein Gesetz wünscht, welches der Freiheit Aller Schranken setze: so verleitet ihn doch seine selbstsüchtige thierische Neigung, wo er darf, sich selbst auszunehmen. Er bedarf also einen Herrn, der ihm den eigenen Willen breche und ihn nötige, einem allgemeingültigen Willen, dabei jeder frei sein kann, zu gehorchen. Wo nimmt er aber diesen Herrn her? Nirgend anders als aus der Menschengattung. Aber dieser ist eben so wohl ein Tier, das einen Herrn nötig hat. Er mag es also anfangen, wie er will; so ist nicht abzusehen, wie er sich ein Oberhaupt der öffentlichen Gerechtigkeit verschaffen könne, das selbst gerecht sei; er mag dieses nun in einer einzelnen Person, oder in einer Gesellschaft vieler dazu auserlesener Personen suchen. Denn jeder derselben wird immer seine Freiheit mißbrauchen, wenn er keinen über sich hat, der nach den Gesetzen über ihn Gewalt ausübt. Das höchste Oberhaupt soll aber gerecht für sich selbst und doch ein Mensch sein. Diese Aufgabe ist daher die schwerste unter allen; ja ihre vollkommene Auflösung ist unmöglich; aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden. Nur die Annäherung zu dieser Idee ist uns von der Natur auferlegt [Fußnote]. Daß sie auch diejenige sei, welche am spätesten ins Werk gerichtet wird, folgt überdem auch daraus: daß hiezu richtige Begriffe von der Natur einer möglichen Verfassung, große durch viel Weltläufe geübte Erfahrenheit und über alles ein zur Annehmung derselben vorbereiteter guter Wille erfordert wird; drei solche Stücke aber sich sehr schwer und, wenn es geschieht, nur sehr spät, nach viel vergeblichen Versuchen, einmal zusammen finden können.

      Das Menschenbild der Bibel kenn ich, aber der Text ist so kompliziert geschrieben, dass ich nur Bahnhof verstehe ?(
    • Achja, philosophische Religionslehre. Jetzt fällt mir wieder ein warum ich es abgewählt hatte. :D

      Bibel
      Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes und steht insofern mit den Tieren auf einer Stufe, als er mit ihnen zusammen an einem Tag erschaffen wurde.Der Sinn des Menschen besteht nicht darin, dass der Mensch körperliche (Aussehen) oder geistige Eigenschaften (z.B. Intelligenz) mit Gott gemeinsam hat.Der Mensch hat.....den Auftrag, an Gottes Stelle über die Erde und die Tiere zu herrschen. Er ist Gottes Bild, weil er sein Stellvertreter auf Erden ist.Der Mensch macht nicht die Intelligenz an sich den Menschen Gott ähnlich, sondern das Wissen, was gut und böse ist, und damit die Freiheit sich zu entscheiden. Die Intelligenz als Einsicht in das, was machbar und möglich ist (z.B. in den Apfel beißen), ist nicht göttlich, sondern teuflisch. Kreuzdenker, Bibelwissenschaft, Exegese: Die Urgeschichte der Bibel: Das
      biblische Menschenbild

      Kant
      ....betrachtete den Menschen ganz rational und nicht aus psychologischen Gründen so. Der Mensch existierte nicht vom Anbeginn der Zeit. Die Erde war vor dem Menschen da und wird es wohl auch noch länger sein.
      Auch aus geografischer Sicht lebt der Mensch in seiner Größe in der Mitte. Sie leben als Mensch also zum einen mitten im All umgeben von anderen Planeten, Sonnen usw. Auf der anderen Seite jedoch sind Sie größer als viele Tiere, Bakterien, Moleküle usw.
      Der Mensch an sich hat nur Kontrolle über sich selbst und einen Teil seiner Umwelt. Jedoch geht die Macht des Menschen nicht weit genug, um das All oder Nukleonen zu kontrollieren. Der Mensch versagt also in Teilen des Kosmos, die zu weit vom Dasein des Menschen entfernt sind.
      Menschen sind nicht göttlich oder überdurchschnittlich mächtig. Tatsächlich unterliegt der Mensch der Macht der Natur, die vor und nach der Existenz des Menschen über dessen Leben und Daseinsberechtigung entscheidet.

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      Biblisch kann man quasi eine Forderung, Anweisung Gottes sagen und laut Kant eine rationale, nicht psychologische Beobachtung